. Diabetes

Diabetes Typ 2: Spaziergang nach dem Essen senkt Blutzucker

Bewegung ist ein wichtiger Faktor bei der Behandlung von Diabetes Typ 2. Es spielt anscheindend auch eine Rolle, wann die körperliche Aktivität stattfindet. Am wirksamsten ist ein Spaziergang nach dem Essen.
Spaziergang

Ein Spaziergang nach dem Essen senkt den Blutzucker am effektivsten

Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie von Forschern der University of Otago in Neuseeland, die im Fachblatt Diabetologia erschien. An der Untersuchung nahmen 41 Erwachsene teil, die an Typ 2 Diabetes mellitus litten. Sie waren im Durchschnitt 60 Jahre alt und seit zehn Jahren erkrankt.

Zweimal zwei Wochen lang wurden sie zum Spaziergehen angehalten, entweder 30 Minuten lang am Tag oder 10 Minuten lang nach jeder Hauptmahlzeit. Sowohl das Ausmaß der körperlichen Aktivität als auch die Blutzuckerwerte wurden in Fünf-Minuten-Intervallen gemessen.

Diabetes Typ 2: Spaziergang nach dem Essen senkt Blutzucker

Ergebnis: Die Blutzuckerkurve drei Stunden nach der Mahlzeit war um 12 Prozent niedriger in der Gruppe, die sich direkt nach dem Essen bewegte. Nach dem Abendessen war der Unterschied noch gravierender. Hier lagen die Werte um 22 Prozent niedriger als bei denjenigen, die einmal am Tag spazierengingen. Bei der Abend-Mahlzeit nahmen die Teilnehmer am meisten Kohlenhydrate zu sich, und in den Abendstunden war der Bewegungspegel tendenziell am geringsten.

Ein Teilnehmer starb während der Studie, dies hing aber nicht mit der Untersuchung zusammen. Die Vorteile im Zusammenhang mit körperlicher Aktivität nach Mahlzeiten deuten darauf hin, dass die Behandlungs-Leitlinien entsprechend geändert werden sollten, so das Fazit der Forscher. Das gilt besonders, wenn die Mahlzeit eine große Menge an Kohlenhydraten aus Brot, Reis, Kartoffeln oder Nudeln enthält.

 

 

Foto: Kichigin 19/fotolia.com

Autor: bab
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Diabetes , Blutzucker

Weitere Nachrichten zum Thema Diabetes 2

| Diabetes 2 ist durch eine Radikal-Diät heilbar. Das besagen zwei Studien einer englischen Forschergruppe, über die die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) berichtet.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Anlässlich des internationalen Tages der Gehörlosen machen Gehörlosen-Verbände auf die Situation der bundesweit ca. 80.000 gehörlosen Menschen aufmerksam und werben zudem für das Erlernen der Gebärdensprache, um Betroffenen mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Hoher Blutdruck ist ein Männerproblem, niedriger Blutdruck eins der Frauen: Das klingt nach Klischee – und trifft im Grundsatz trotzdem zu. Im Alter ziehen die Frauen aber an den Männern vorbei. Der Risikofaktor hat aber nichts mit Bewegungsmangel oder ungesunder Ernährung zu tun.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.
Kinder suchtkranker Eltern sind besonderen Belastungen ausgesetzt und haben ein hohes Risiko, später selbst eine Sucht oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler über die Situation betroffener Kinder und die Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten gesprochen.
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.