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Deutschen mangelt es an Vitamin D

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) überprüfte anhand von Blut- und Urinproben die Versorgung der Deutschen mit Vitamin D, Folat, Natrium, Kalium und Jod. Ergebnis: Deutschen mangelt es an Vitamin D.
Vitamin D

Deutschen mangelt es an Vitamin D - die DGE rät zur Einnahme eines Vitamin-Präparates

Für den 13. Ernährungsbericht der DGE hat die bundesweite „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS) 1 repräsentative Daten für die Versorgung mit Vitamin D, Folat, Natrium, Kalium und Jod vorgelegt. Die Daten beruhen auf Analysen von Blut- und Urinproben, die eine zuverlässige Beurteilung der Nährstoffversorgung ermöglichen.

Der Vitamin-D-Status unterliegt starken saisonalen Schwankungen. Für eine ausreichende Versorgung empfiehlt die DGE, zwischen März und Oktober zwei- bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen. Sonnenbrände sollten dabei unbedingt vermieden werden.

Deutschen mangelt es an Vitamin D

Doch der Ernährungsbericht zeigte: Deutschen mangelt es an Vitamin D. Bei rund 33 Prozent der deutschen Bevölkerung ist die Versorgung mangelhaft (Serumkonzentrationen von weniger als 30 nmol/l 25-Hydroxyvitamin-D). Bei knapp 40 Prozent ist sie ausreichend, heißt es weiter in einer Pressemitteilung der DGE.

Ältere Menschen gelten als Risikogruppe für einen Vitamin-D-Mangel. Während sich die Konzentration bei Männern nur geringfügig über alle Altersgruppen änderte, nahm der Anteil der mangelhaft versorgten Frauen mit steigendem Alter zu. Bei Personen, die zur Risikogruppe gehören, ist die Einnahme eines Vitamin-D-Präparats notwendig, rät die DGE.

 

Frauen mit Kinderwunsch sollten Folsäure einnehmen

Insgesamt 86 Prozent der Deutschen nehmen genug Folat zu sich: Die Folat-Konzentration im Blutserum liegt bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 79 Jahren bei 7,5 ng/ml. Bereits ab Werten von 4,4 ng/ml wird von einer adäquaten Versorgung ausgegangen. Folat ist wichtig für Zellwachstum, -teilung und -differenzierung. Eine gute Versorgung ist daher besonders während der Schwangerschaft und in Phasen des Wachstums wichtig.

Die von der WHO empfohlene Folatkonzentrationen für Frauen im gebärfähigen Alter zur Prävention von embryonalen Fehlbildungen werden jedoch von den meisten Frauen nicht erreicht. Die DGE empfiehlt Frauen, die schwanger werden möchten oder könnten sowie Schwangeren im ersten Schwangerschaftsdrittel, täglich 400 µg Folsäure einzunehmen, damit sich das Ungeborene optimal entwickeln kann.

Kalium-Zufuhr ist angemessen

Kalium spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Wasserhaushalts, der Reizleitung über die Nerven und der Aktivierung von Enzymen im Stoffwechsel des Muskels. Eine kaliumreiche Ernährung kann bei Personen mit Bluthochdruck blutdrucksenkend wirken und das Risiko für Schlaganfall reduzieren. Die Studie zeigt: Die Zufuhr ist angemessen. Sie sollte bei 4.000 mg/Tag liegen. Für  Frauen im Alter von 18 bis 79 Jahren wurde eine Kaliumzufuhr von circa 3.900 mg/Tag, bei Männern von 4.300 mg/Tag ermittelt.

DGE plädiert für mehr Jod im Speisesalz

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Es wirkt unter anderen als Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Nach den Studien-Daten ist die Jodversorgung bei etwa 30 Prozent der Bevölkerung nicht zufriedenstellend. Um eine ausreichende Jodversorgung nachhaltig sicherzustellen, plädiert die DGE für eine vermehrte Verwendung von jodiertem Speisesalz in der Lebensmittelindustrie. Auch sollte der Jodgehalt im Speisesalz angehoben werden. Eine Jodüberversorgung der deutschen Bevölkerung sei aufgrund der aktuellen Datenlage nicht zu befürchten.

Deutsche nehmen zu viel Speisesalz zu sich

Mit Natrium sind fast alle mehr als ausreichend versorgt: Bei 90 Prozent der Frauen und 93 Prozent der Männer liegt die Natriumzufuhr über dem Referenzwert. Natrium wird hauptsächlich über Speisesalz (Natriumchlorid) aufgenommen. Mit umgerechnet 9 beziehungsweise 10 Gramm am Tag nehmen die Deutschen zu viel Speisesalz auf. Der Orientierungswert der DGE liegt  bei 6 Gramm am Tag. Eine hohe Speisesalzzufuhr erhöht das Risiko für Bluthochdruck, der wiederum zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten gehört, warnen die Ernährungsexperten.

Die DEGS-Studie ist Teil des Gesundheitsmonitorings des Robert Koch-Instituts (RKI). Die erste Erhebungswelle (DEGS1), an der 7.988 Personen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren teilnahmen, wurde von 2008 bis 2011 durchgeführt.

Foto: ratmaner/Fotolia.com

Autor: bab
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