. Gesundheitssystem

Deutsche sparen bei der Gesundheit

Im vergangenen Jahr hat jeder dritte Deutsche auf eine medizinische Behandlung verzichtet, um die Haushaltskasse zu entlasten. Das geht aus dem Gesundheitsbarometer 2012 hervor.
Finanzkrise lässt die Deutschen scharf rechnen

Finanzkrise lässt die Deutschen scharf rechnen

Zur Entlastung der Haushaltskasse sind die Deutschen vor allem bereit, auf notwendige Zahnbehandlungen, den Erwerb von Sehhilfen und auf Arzneimittel zu verzichten. So haben im vergangen Jahr 50 Prozent der Deutschen auf eine Zahnbehandlung verzichtet, 33 Prozent sparten bei Medikamenten. Dies ergab eine repräsentative Studie zum Gesundheitswesen 2012, die im Auftrag der Europ Assistance im Mai und Juni in neun europäischen Ländern und in den USA mit insgesamt 5.500 Befragten durchgeführt wurde. Nach dem "Internationalen Gesundheitsbarometer 2012" ist die Sparbereitschaft bei den Deutschen grösser als bei anderen Europäern: Während in Deutschland 30 Prozent der Befragten angaben, bei den medizinischen Leistungen zu sparen, sind es im europäischen Durchschnitt 19 Prozent. Dennoch dürfte das Sparverhalten der Deutschen auf die europäischen Finanz- und Wirtschaftskrise zurückzuführen sein.

Deutsche setzen lieber auf Prävention

In Gesundheitsfragen setzen die Deutschen schon wie im Vorjahr deutlich auf präventive Massnahmen, heisst es in dem Report. 72 Prozent hätten sich in den letzten fünf Jahren einem Gesundheits-Check unterzogen. Gleichzeitig sehen die Deutschen ihr Gesundheitssystem sehr kritisch: 60 Prozent empfinden die Organisation der staatlichen Gesundheitsversorgung für pflegebedürftige und ältere Menschen als unzureichend und knapp die Hälfte befürchtet, dass die finanziellen Mittel der staatlichen Gesundheitsvorsorge nicht ausreichen.

Foto: GG-Berlin / pixelio.de

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Prävention

Weitere Nachrichten zum Thema Gesundheit

| Die steigende Lebenserwartung in Deutschland spiegelt sich im durchschnittlichen Sterbealter wider: Es stieg in den letzten zehn Jahren um fast 2 Jahre auf 78,1 Jahre. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Häufigste Todesursache waren 2014 Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Für Menschen mit Behinderung sind Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe nach wie vor nicht selbstverständlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Ulla Schmidt, MdB und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, darüber gesprochen, was getan werden muss, um die Situation von Betroffenen zu verbessern.
Prof. Hendrik Streeck leitet Deutschlands erstes Institut für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Duisburg-Essen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem US-Rückkehrer über sein größtes Ziel gesprochen: eine präventive Impfung gegen HIV.
Die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern der Homöopathie sind verhärtet. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Homöopathie-Kritikerin Dr. med. Natalie Grams über wissenschaftliche Prinzipien und den verbreiteten Wunsch nach medizinischen Alternativen gesprochen.