. Jedes Alter zählt

Demografiestrategie 2012

Der demografische Wandel wird das Land in den kommenden Jahrzehnten tiefgreifend verändern. Wie Deutschland darauf am besten reagieren kann, versucht die Demografiestrategie der Bundesregierung zu beantworten.
Demografiestrategie 2012

Demografiestrategie 2012

Im April 2012 hat der Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich die Demografiestrategie der Bundesregierung, die unter dem Motto "Jedes Alter zählt" steht, vorgelegt. Die Strategie beinhaltet Vorschläge, wie Deutschland künftig die Chancen und Potenziale des demografischen Wandels nutzen kann, um Wachstum und Wohlstand langfristig zu sichern. Die Bundesregierung plant, hierfür eng mit Ländern und Kommunen, Verbänden und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten, um die formulierten Ziele zu erreichen. Die Gestaltungspartner sollen ab Herbst 2012 regelmäßig zu einem Demografiegipfel eingeladen werden, um die Zusammenarbeit auszubauen.

Demografiebericht

Mit ihrem Demografiebericht vom Oktober 2011 hatte die Bundesregierung einen Überblick über die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung und die bislang ergriffenen Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels gegeben. Zudem hat sie mit dem "Handlungskonzept zur Sicherung der privaten und öffentlichen Infrastruktur in vom demografischen Wandel besonders betroffenen ländlichen Räumen" Erfahrungen aus den Neuen Ländern ausgewertet und Lösungen aufgezeigt. Auf der Grundlage von Demografiebericht und Handlungskonzept wurde dann unter Federführung des Bundesinnenministers die ressortübergreifende Demografiestrategie erarbeitet.

Chancen sehen, Potenziale entwickeln

In dem Strategiepapier werden nicht nur Risiken und Herausforderungen, sondern vor allem auch die Chancen und Potenziale, die sich durch die Veränderungen in der demografischen Struktur des Landes ergeben, betrachtet. Gemäß dem Motto „Jedes Alter zählt“ ist eines der Hauptthemen des Stategiepapiers die Frage, wie wir im Alter möglichst lange selbstbestimmt leben können. Da die Menschen nicht nur immer älter werden, sondern auch immer länger gesund bleiben, stehen die Chancen dafür gut. Es müssen allerdings Konzepte entwickelt werden, wie die „jungen Alten“ ihre Arbeitskraft sowie ihre Kenntnisse besser als bisher im Arbeitsalltag einsetzen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die gesundheitliche Prävention am Arbeitsplatz. Durch gemeinsam mit den Betrieben entwickelte Konzepte sollen Volkskrankheiten wie Burnout, Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten zurückgedrängt werden und die Gesundheit sowie die Leistungsfähigkeit des Einzelnen möglichst lange erhalten werden.

Das Ziel der Demografiestrategie ist es, jedem Einzelnen Chancen zu eröffnen, seine Potenziale und Fähigkeiten zu entwickeln. Um das zu erreichen, will die Bundesregierung die Rahmenbedingungen in allen Lebensbereichen so gestalten, dass jeder entsprechend seines Lebenssituation und seines Alters seine Vorstellungen vom Leben verwirklichen kann. Insgesamt formuliert die Demografiestrategie Maßnahmenkataloge für sechs Handlungsfelder, bei denen sich die Auswirkungen des demografischen Wandels besonders stark zeigen werden:

  • Familie als Gemeinschaft stärken.
  • Motiviert, qualifiziert und gesund arbeiten.
  • Selbstbestimmtes Leben im Alter.
  • Lebensqualität in ländlichen Räumen und integrative Stadtpolitik fördern.
  • Grundlagen für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand sichern.
  • Handlungsfähigkeit des Staates erhalten.
Lesen Sie auch:
  • Der demografische Wandel – Zahlen und Fakten
  • Gesundheit am Arbeitsplatz und längere Lebensarbeitszeit
  • Selbstbestimmtes Leben im Alter
  • Medizinische Versorgung sichern
Hauptkategorie: Demografischer Wandel
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