. Ernährung im Alter

Das sollten Senioren essen

Die richtige Ernährung spielt im Alter eine große Rolle für die Gesundheit. Besonders ein Vitamin ist für Senioren wichtig.
Ernährung im Alter

Eine gesunde Ernährung ist die beste Medizin. Bloß der Vitamin D Bedarf kann nicht übers Essen gedeckt werden

Im Alter verändert sich der Stoffwechsel, so dass der Kalorienbedarf sinkt. Gleichzeitig verlieren viele ältere Menschen den Appetit. Dabei bleibt ihr Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen unverändert hoch. Ein Spagat, das oft zu einer Fehl- und Mangelernährung führt. Die Folgen können weitreichend sein. Eine davon ist der Abbau von Muskelmasse, der schlimmstenfalls zu einer Sarkopenie führen kann.  In der Folge nehmen die Sturzneigung und das Frakturrisiko zu. „Muskelmasse, die einmal abgebaut ist, kann im Alter nur schwer wieder antrainiert werden“, sagt Professor Dr. Jürgen M. Bauer, Ärztlicher Direktor des Agaplesion Bethanien Krankenhauses Heidelberg. Daher sollte dem Muskelabbau frühzeitig begegnet werden. „Zum einen durch Bewegung, zum anderen durch eine gute Proteinversorgung“, rät der Experte.

Mehr Protein zum Erhalt der Muskelmasse nötig

Ernährungsmediziner empfehlen älteren Menschen, täglich etwa ein gutes Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen. Wenn die Muskelmasse bereits stark abgenommen hat, werden sogar 1,4 Gramm empfohlen. Fleisch ist eine gute Proteinquelle, aber Milchprodukte mit hohem Leucingehalt – wie etwa Hartkäse – und pflanzliche Proteine eignen sich ebenso. Darüber hinaus sollten Senioren ausreichend Obst und Gemüse sowie Fisch essen. Der Grund: Nicht nur Proteinmangel, sondern auch entzündliche Prozesse und oxidativer Stress spielen beim Muskelabbau eine wesentliche Rolle. Dem kann man Antioxidantien, wie sie in Obst und Gemüse stecken, sowie Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in fettem Fisch vorkommen, entgegenwirken. 

Vitamin D über Nahrungsergänzung zuführen

Bloß einen Mangel können Senioren nicht durch gesunde Ernährung ausgleichen: Den Vitamin D-Mangel. Der Körper kann das Vitamin zwar selbst herstellen, benötigt hierfür aber den UV-B-Anteil des Sonnenlichts. „Bei Senioren kommen nun zwei Probleme zusammen“, erklärt Bauer: „Zum einen kann gealterte Haut weniger Vitamin D produzieren, zum anderen halten sich ältere Menschen in der Regel weniger oft im Freien auf – besonders, wenn sie pflegebedürftig oder gar bettlägerig sind.“ Es sei quasi unmöglich, den Bedarf aus natürlichen Lebensmitteln zu decken. Darum werde Senioren die Einnahme von Vitamin D-Präparaten unbedingt empfohlen.

Das Sonnenvitamin ist für den Kalziumhaushalt und den Knochenaufbau wichtig. Fehlt es, kann das zu Stürzen und Knochenbrüchen führen. Studien haben gezeigt, dass eine gute Vitamin-D-Versorgung ältere Menschen vor diesen Folgen schützen kann.

Foto: AOK Mediendienst

Autor: ham
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ernährung , Alter

Anzeige
 

Weitere Nachrichten zum Thema Ernährung im Alter

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Probiotika werden eine Reihe positiver Wirkungen auf unsere Gesundheit nachgesagt. Nun fanden Forscher heraus: Die „guten“ Keime können in falscher Zusammensetzung oder zu hoher Menge durchaus schwerwiegende Nebenwirkungen haben.
Ein Forscher-Team hat in Deutschland Zecken der in den Tropen beheimateten Gattung Hyalomma gefunden. Eine der Zecken trug den Zecken-Fleckfieber-Erreger in sich. Die Experten befürchten, dass sich die gefährliche Art auch hierzulande ausbreiten könnte.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Anzeige
 

. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin, Konferenzraum1
. Interviews
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.