Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
03.05.2018

Darum findet am 5.5. der Internationale Tag der Händehygiene statt

Am 5. Mai findet der Internationale Tag der Händehygiene statt. Der Tag soll vor allem medizinisches Personal ans Händewaschen erinnern. Das Datum hat einen Grund.
Internationaler Tag der Händehygiene

Internationaler Tag der Händehygiene am 5. Mai: 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen

Im Jahr 2009 hat die Weltgesundheitsorganisation den 5. Mai zum Internationalen Tag der Händehygiene deklariert. Er geht auf die Kampagne Save Lives: Clean Your Hands zurück, die vor allem medizinisches Personal an die Händehygiene erinnern soll. Dass die WHO den 5. 5.ausgewählt hat, ist kein Zufall. Das Datum steht symbolisch für die zweimal fünf Finger des Menschen.

Händehygiene kommt eine Schlüsselbedeutung bei übertragebaren Erkrankungen zu. Nach Schätzungen der WHO werden 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen. Besonders kritisch ist das in Arztpraxen und Krankenhäusern. Theoretisch sollten sich Ärzte und Pfleger nach jedem Patientenkontakt die Hände desinfizieren. In der Praxis sieht es jedoch oft anders aus. Allein durch Händeschütteln zur Begrüßung werden Infektionserreger unmittelbar weitergereicht.

Von der Hand ins Gesicht

Hinzu kommt: Viren und Bakterien haften auch auf Oberflächen wie etwa Türklinken, Treppengeländer Computertastaturen, Handys oder Handtaschen. Grippeviren zum Beispiel können dort rund 48 Stunden überleben.

Die eigentliche Gefahr ist, dass die Keime von den Händen schnell in Nasen-Rachen-Schleimhäute oder ins Auge und so in den Körper gelangen. Studien haben gezeigt, dass sich Menschen rund 15-mal pro Stunde ins Gesicht fassen (ohne es zu merken!). Experten schätzen, dass durch gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife, rund jede zweite Infektionskrankheit vermieden ließe.

 

Aktionsplan gegen Krankenhauskeime

Um nosokomiale Infektionen zu reduzieren – das sind Infektionen in Krankenhäusern mit sogenannten Krankenhauskeimen, wurde 2008 die „Aktion Saubere Hände“ ins Leben gerufen. Ziel der nationalen Kampagne ist es, die Compliance des medizinischen Personals zu verbessern. Krankenhäuser, die sich vorbildlich verhalten, können sich zertifizieren lassen. Parameter sind etwa Anzahl der Handdesinfektionsspender und der Verbrauch von Desinfektionsmitteln auf den Stationen sowie regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter. Zum Beispiel lernen sie, wie man Hände richtig wäscht (auch zwischen den Fingern gut einseifen) und desinfiziert (nur trocken) und werden auf das Thema sensibilisiert.

"Angewiesen sind wir aber auch auf die Unterstützung der Besucherinnen und Besucher“, sagt Dr. Katharina Zell, Assistenzärztin der Sektion Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Ulm, das im Januar ein Bronze-Zertifikat von der Aktion Saubere Hände erhalten hatte. „Indem sie sich ebenfalls korrekt die Hände desinfizieren, tragen sie keine Keime zu den Patienten. Denn bereits Krankheitserreger, die einem gesunden Menschen nichts ausmachen, können bei einem Patienten zu weiteren Infektionen führen, die den Heilungsprozess verzögern.“

Foto: pixabay

Autor: ham
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Hygiene , Händedesinfektion
 

Weitere Nachrichten zum Thema Händehygiene

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Eine Zecke auf der Haut ist erst mal kein Grund zur Panik. Aber es ist wichtig, sie nach einer Entdeckung schnell und vor allem mit dem richtigen Instrument und der richtigen Technik zu entfernen. Je früher es geschieht, desto geringer ist die Gefahr, sich mit Borreliose zu infizieren. Beim Entfernen muss man aber ein paar Punkte beachten.


Sie wiegen so viel wie unser Gehirn und viel mehr als unser Herz – und sind genauso lebenswichtig: die Darmbakterien. Sie verdauen unser Essen, entsorgen Giftstoffe und schützen uns als Teil des Immunsystems vor Krankheitserregern. Mit seiner Ernährung hat es der Mensch selbst in der Hand, ob er dieses unsichtbare „Organ“ schwächt – oder stärkt.
 
Kliniken
Interviews
Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.


Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.
Logo Gesundheitsstadt Berlin