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DAK-Versicherte bekommen schnelleren Zugang zu Psychotherapie

Wartezeiten auf einen Psychotherapieplatz sind in fast allen Bundesländern ein Problem. Für DAK-Versicherte mit Depressionen oder Angststörungen könnte sich das jetzt ändern. Im Mai weitet die Kasse ihr Versorgungskonzept Veovita bundesweit aus.
Bei Depressionen schneller zum Psychotherapeuten: Die DAK bringt jetzt ein integriertes Versorgungskonzept auf den Weg

Bei Depressionen schneller zum Psychotherapeuten: Die DAK bringt jetzt ein integriertes Versorgungskonzept auf den Weg

Depressionen und Angststörungen sind oft dringend behandlungsbedürftig. Doch wer rasch einen Platz beim Psychotherapeuten braucht, muss vielerorts mit langen Wartezeiten rechnen. Um Versicherten einen schnelleren Zugang zur Psychotherapie zu ermöglichen, hat die DAK Gesundheit bereits vor einem Jahr das Versorgungskonzept Veovita gestartet. Es verspricht einen Therapiebeginn innerhalb von maximal drei Wochen, davor gibt es bereits ein ausführliches Diagnosegespräch. Der Facharztvertrag galt bislang allerdings nur in Nord- und Ostdeutschland. Ab Mai sollen bundesweit alle DAK-Versicherten mit einer entsprechenden Diagnose an dem Programm teilnehmen können, wie die Kasse am Dienstag mitteilte. Ausnahme sei Baden-Württemberg, da hier bereits ein ähnlicher Facharztvertrag bestehe.

Psychotherapieplatz praktisch ohne Wartezeit

„Veovita hat den großen Vorteil, dass Betroffene nahezu ohne Wartezeiten behandelt werden“, sagt DAK-Vorstand Thomas Bodmer. Außerdem sei das Konzept deutlich flexibler als eine klassische Psychotherapie. „Terminplanung und Dauer orientieren sich genau am Bedarf und dem Lebensrhythmus der Patienten“, so Bodner. So sei in akuten Krisen eine engmaschigere Betreuung möglich als die üblichen wöchentlichen Sitzungen. Bei Besserung könne die Behandlung auch gestreckt oder verkürzt werden.

Bei „Veovita“ handelt es sich um einen integrierten Ansatz, bei dem Therapeuten, Fachärzte und Kliniken Hand in Hand arbeiten. Betreut wird der Patient von ortsansässigen Therapeuten nach einem verhaltenstherapeutischen Ansatz. Therapieziel ist eine rasche Verbesserung der Lebensqualität. Dafür können nach DAK-Angaben auch Online-Angebote eingesetzt werden, die Patienten über die Therapie hinaus bei der Bewältigung des Alltags unterstützen. Der Gesundheitskasse geht es in erster Linie darum, die Patienten schnell zu stabilisieren und so Krankenhauseinweisungen und lange Fehlzeiten vom Job oder Studium zu vermeiden.

 

Angststörungen und Depressionen auf dem Vormarsch

Viele Untersuchungen zeigen, dass psychische Erkrankungen in Deutschland stark zugenommen haben. Nach dem jüngsten Gesundheitsreport der DAK hat sich die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen in den vergangenen 18 Jahren mehr als verdreifacht. Die meisten Krankschreibungen erfolgten demnach wegen Angststörungen und Depressionen.

Foto: © Niki Love - Fotolia.com

Autor: ham
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin
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