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Coronawinter-Depression: So aktiviert man seine Glückshormone

Samstag, 29. Januar 2022 – Autor:
Corona-Pandemie plus Winter: Schon eigentlich Gesunden schlägt diese Kombination aufs Gemüt – und psychisch empfindlicheren umso mehr. Wer jetzt an Niedergeschlagenheit leidet, sollte sich auf keinen Fall einigeln und darauf warten, dass es Frühjahr wird – und besser. Für ein angenehmeres seelisches Wohlfinden kann jeder selbst aktiv etwas tun.
Winterspaziergänger am Tag auf einer Alle im Park..

Licht regt im Körper die Produktion des Glückshormons Serotonin an. Gegen Winter-Depressionen hilft deshalb zum Beispiel auch ein Spaziergang um die Mittagszeit. – Foto: AdobeStock/alexkich

Dieser Winter hat es doppelt in sich: Schon die Pandemie macht viele müde, ängstlich oder depressiv. Und dann auch noch dieses kalte, nasse, trübe wochenlange Winterwetter dazu, das vielen aufs Gemüt schlägt und scheinbar nicht enden will. Bei vielen kommt zur Corona-Depression noch eine saisonal abhängige Depression – umgangssprachlich auch „Winterdepression“ – hinzu. Traurige Gedanken, Antriebslosigkeit oder auch Nervosität und Anspannung können Symptome solch einer saisonal abhängigen Depression sein. Doch mit welcher Strategie kann man für ein halbwegs sonniges Lebensgefühl auch im Corona-Winter sorgen?

Saisonale Depression: Dunkelheit beeinflusst den Hormonhaushalt

Die Hormone Serotonin und Melatonin sind maßgeblich an der Entstehung einer saisonal abhängigen Depression beteiligt. In den düsteren Wintermonaten bildet der Körper größere Mengen des Schlafhormons Melatonin, das den Menschen ausbremst und müde macht. Gleichzeitig wird die Produktion des Glückshormons Serotonin, das für positive Stimmung sorgt, vermindert.

 

Durch Aktivitäten für mehr Glückshormon Serotonin sorgen

„Wer sich in der dunklen Jahreszeit niedergeschlagen fühlt, sollte sich nicht einigeln und warten, bis es Frühjahr ist“, lautet der Rat von Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der „Barmer“ Berlin/Brandenburg. „Jeder kann mit einfachen Aktivitäten seinem Glückshormon Serotonin auf die Sprünge helfen und so das Wohlbefinden erhöhen.“

Weil Licht guttut: Spaziergang in der Mittagszeit

„Weil das natürliche Licht knapp ist, sollte man so oft wie möglich die Gelegenheit suchen, es auf sich wirken zu lassen“, so Leyh. Ein Spaziergang zur Mittagszeit sei genauso empfehlenswert wie eine Fahrradtour am Wochenende. Körperliche Aktivität sorge zudem für eine bessere Stimmung, weil sie den Hirnstoffwechsel positiv beeinflusse.

Depression in der Pandemie: Online-Coachings können helfen

Inzwischen gebe es außerdem hochwertige Apps zur Stärkung der psychischen Gesundheit. Die Barmer bietet ihren Versicherten einen kostenlosen Zugang zu den digitalen Medizinprodukten von „HelloBetter“. HelloBetter ist ein Anbieter von Online-Kursen für Menschen mit psychischen Erkrankungen mit Sitz in Hamburg und Berlin. „Die Nutzerinnen und Nutzer lernen mithilfe von wissenschaftlich fundierten Methoden und Übungen, wie Sie depressiven Verstimmungen vorbeugen und ihre Lebensqualität erhöhen können“, erklärt Leyh. Klinische Studien hätten belegt, dass die Nutzer nach dem Training nachweislich zufriedener lebten.

Hauptkategorie: Medizin
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