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21.03.2020

Coronavirus und Haut: Rissige Hände werden zum Risiko

Gesunde Haut ist die erste Barriere für Viren. Durch häufiges Händewaschen kann die Haut jedoch rissig werden. Das gilt es in Coronazeiten zu beachten.
In Zeiten von Corona sollte man sich „klug“ die Händewaschen. Andernfalls wird eine wichtige Virenbarriere zerstört

In Zeiten von Corona sollte man sich „klug“ die Händewaschen. Andernfalls wird eine wichtige Virenbarriere zerstört

Neben Abstand zu anderen halten ist Händewaschen das Gebot der Stunde. Allerdings können Wasser und Seife die Hände ganz schön strapazieren. Die Haut reißt insbesondere an den Fingergelenken ein und es können kleine Fissuren entstehen. In Coronazeiten kann das zum Risiko werden. Denn die Haut ist die erste Barriere für Viren, auch für Coronaviren.

„Werden die Hände rissig, reduziert sich auch die Schutzfunktion der Haut“, sagt Dr. Jens Altmann, leitender Arzt der Bodenseeklinik und Generalsekretär der Internationalen Gesellschaft für Ästhetische Medizin. Daher sei es ratsam, die Hände mehrmals täglich einzucremen und mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Hände feucht halten

Doch nicht jede Creme ist dem Experten zufolge geeignet, etwa solche, die einen hohen Wasseranteil haben. Er empfiehlt Produkte mit Urea, das die Feuchtigkeit in der Haut bindet. „Daneben spenden auch Inhaltsstoffe wie Oliven-, Mandel-, Avocado-Öl und Sheabutter der Haut Feuchtigkeit und machen sie wieder zart. Beruhigend wirken Handcremes, die einen Zusatz von Kamillenextrakt enthalten“, so Altmann.

Um Schmierinfektionen zu vermeiden, sollten Cremes aktuell nicht mit anderen Personen geteilt werden, „weil man nie wissen kann, ob die andere Person sich die Hände vor dem Anfassen der Tube so gründlich gewaschen hat, wie Sie selbst.“

 

Öffentlicher Raum ist kontaminiert

Ist die Haut an den Händen bereits rissig, kann man zum Beispiel Handschuhe tragen, wenn man sich in den öffentlichen Raum begibt, also ins Büro oder einkaufen geht. Doch auch mit Handschuhen gelten die gleichen Regeln wie sonst auch.

Coronaviren können auf Oberflächen wie dem Griff vom Einkaufswagen Stunden bis Tage überleben, ebenso auf Kleidung, Haut und Haaren. Wer damit in Berührung kommt und sich anschließend mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fasst oder sein Essen berührt, kann sich tatsächlich infizieren. Das gilt auch dann, wenn man Handschuhe trägt.

Außerhalb der eigenen vier Wände sollte man deshalb niemals Augen, Nasenlöcher oder Lippen mit den Händen berühren, rät der Virologe Alexander Kekulé  auf seinem Blog "kekule.com". Denn es sind diese Schleimhäute, über die Coronaviren in den Körper eindringen. Und der öffentliche Raum gilt als kontaminiert.

Handgelenke nicht vergessen      

Kekulé rät außerdem, sich beim Nachhause kommen sofort die Hände zu waschen. Dabei komme es weniger auf die Dauer an – empfohlen werden 30 Sekunden - als auf die Gründlichkeit. Gründliches Händewaschen heißt, dass man die Zwischenräume der Finger, den Daumen und das Handgelenk mit einseift. Seife löst die Viren von der Haut und das Wasser spült sie weg. 

Händewaschen nach Schema F – zum Beispiel jede halbe Stunde - macht aus Sicht des Experten keinen Sinn. Vielmehr komme es auf den richtigen Zeitpunkt an und vor allem auf die Regel: Fass Dir nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht.

Foto: © Adobe Stock/Hafiez Razali

Autor: ham
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha , Corona
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