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29.07.2020

Corona-Tests für Reiserückkehrer: Spanien derzeit kein Risikogebiet

An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld öffnen die ersten Corona-Teststellen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Spanien-Urlauber werden dort nicht getestet. Spanien ist derzeit kein offizielles Risikogebiet.
Die Berliner Teststrategie umfasst derzeit keine Spanien-Urlauber

Die Berliner Teststrategie umfasst derzeit keine Spanien-Urlauber

14 Tage Quarantäne oder ein kostenloser Corona-Test gleich am Flughafen? Viele Reiserückkehrer werden sich wohl für Letzteres entscheiden. An den Berliner Flughäfen gibt es dazu jetzt die Möglichkeit. Am Flughafen Tegel können sich seit Mittwoch Reisende auf das Coronavirus testen lassen, die aus einem Risikogebiet kommen. Am Donnerstag wird eine weitere Teststelle am Flughafen Schönefeld eröffnet.

Wer kann sich an den Berliner Flughäfen testen lassen?

Beide Teststellen können ausschließlich von Reiserückkehrern aus Risikogebieten genutzt werden, die keine Symptome haben. Die Risikogebiete werden vom Robert Koch-Institut (RKI) festgelegt. Die Liste ist lang, es fehlen jedoch Belgien und Spanien, obwohl es in beiden Ländern große Ausbrüche in bestimmten Regionen gibt.

Das heißt: Wer aus Spanien oder Belgien zurückkehrt, hat keinen Anspruch auf den kostenlosen und freiwilligen Test, muss aber auch nicht in Quarantäne. Die beliebten Urlaubsländer Italien und Kroatien stehen auch nicht auf der Liste der Risikogebiete, hier sind die Infektionszahlen jedoch momentan gering.

 

Rückkehrer aus Türkei können sich an Berliner Flughäfen testen lassen

Wer dagegen aus der Türkei, Israel oder den USA nach Berlin fliegt – kommt aus einem Risikogebiet und kann sich am Flughafen kostenlos testen lassen, sofern er oder sie keine Symptome hat. Ohne negativen Test muss sich der Reiserückkehrer 14 Tage in Quarantäne begeben. Das schreibt die aktuelle Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin vor. Bis das Testergebnis vorliegt, vergehen jedoch zwei Tage. In dieser Zeit gilt für die frisch Getesteten Ausgangssperre. Sollte der Test positiv ausfallen, wird automatisch - wie bei der Testung in anderen Teststellen oder beim Hausarzt - auch das zuständige Gesundheitsamt informiert.

Da lange Schlangen zu erwarten sind, muss man sich vor Ort an der Teststelle anmelden oder vorab digital über eine webApp. Die Abstriche werden dann vom medizinischen Personal der Charité und von Vivantes vorgenommen. Die Teststelle in Tegel ist im Terminalgebäude A gegenüber dem Gate A00 und A07 eingerichtet und von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Die Teststelle am Flughafen Schönefeld befindet  im Terminalbereich L. Beide Teststellen werden von der Charité und Vivantes betrieben. Alternativ können die Tests auch in einer der Berliner Vertragsarztpraxen durchgeführt werden.

Test im Urlaubsland möglich

Von der Quarantänepflicht befreit sind Personen, die bei ihrer Einreise einen aktuellen negativen Corona-Test (ärztliches Attest nebst Laborbefund) in deutscher oder englischer Sprache vorweisen können. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein und muss in einem EU-Mitgliedstaat oder einem sonstigen durch das Robert-Koch-Institut veröffentlichten Staat durchgeführt worden sein.

Was tun bei COVID-Symptomen?

Einreisende, die trockenen Husten, Fieber oder sonstige COVID-19 typischen Symptome haben, werden von den Teststellen an den Berliner Flughäfen abgewiesen. Diese Personen sind laut Infektionsschutzgesetz verpflichtet, sich umgehend telefonisch beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden. In der Regel werden die Gesundheitsämter die Betroffenen bitten, sich telefonisch bei ihrem Hausarzt zu melden oder eine von der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin eingerichteten Covid-19-Praxen oder eine der Berliner Untersuchungsstellen aufzusuchen.

Foto: © Adobe Stock/ RioPatuca Images

Hauptkategorien: Berlin , Corona , Medizin
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