Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Corona: Neun Tipps für sichere Dienstreisen

Auch in Corona-Zeiten können Dienstreisen ins Ausland nötig werden, doch sie sind nicht ohne Risiko. Länder verhängen Einreisebeschränkungen, Ausgangssperren, Quarantäneregeln – und die können sich in kürzester Zeit ändern. Auch ist die medizinische Versorgung nicht überall garantiert und gut. Eine Checkliste der DGUV mit Tipps: Worauf Betriebe achten sollten, wenn sie Beschäftigte ins Ausland entsenden.
Frau mit Corona-Maske blickt am Flughafen vom Wartebereich durch die Glasfassade auf Verkehrsflugzeuge.

Vor Dienstreisen ins Ausland sollten Unternehmen prüfen, ob die Bedeutung der Reise in einem angemessen Verhältnis zu ihren Risiken steht.

Nicht alles lässt sich per Video-Schalte regeln. Deshalb sind Dienstreisen ins Ausland unvermeidlich – auch in Corona-Zeiten. Aber sie sind angesichts der weltweiten Verbreitung des SARS-CoV-2 mit Risiken verbunden:

Viele Länder verhängen Einreisebeschränkungen, Ausgangssperren oder Quarantäneregeln – manchmal ändern sich die Bestimmungen innerhalb kürzester Zeit. Schwierig ist je nach Weltregion auch die Sicherstellung einer adäquaten medizinischen Versorgung oder eines betreuten Rücktransports. In einer Checkliste gibt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Tipps, worauf Betriebe achten sollten, bevor sie Beschäftigte ins Ausland entsenden.

Beschäftigte für die Risiken bei Auslandsreisen sensibilisieren

„Wir möchten mit unseren Empfehlungen Führungskräfte und Beschäftigte für die aktuellen Risiken bei beruflichen Auslandsreisen und Entsendungen sensibilisieren", sagt Marcus Hussing von der DGUV. „Die Empfehlungen konkretisieren den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS)  und geben Hinweise, woran Betriebe bei der Prävention denken sollten.“ Vorsichtshalber weist die DGUV darauf hin, dass die Empfehlungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben können: Schließlich müssen sie laufend an die sich verändernde internationale Lage angepasst werden.

 

Neun Sicherheitshinweise der DGUV für Dienstreisen:

  1. Prüfen Sie kritisch, welche Auslandsreise tatsächlich notwendig ist für Ihr Unternehmen. Das gilt insbesondere für Reisen in Risikogebiete.
  2. Legen Sie fest, wer in Ihrem Unternehmen Auslandsreisen genehmigt und welche Dokumente dazu vorliegen müssen.
  3. Informieren Sie sich regelmäßig über länderspezifischen Reisehinweise und aktuelle Reisewarnungen auf der Website des Auswärtigen Amtes. Hilfreich kann auch der Kontakt zu örtlichen Ansprechpartnern sein.
  4. Ermitteln Sie in der Gefährdungsbeurteilung, ob die Bedeutung der Reise in einem angemessenen Verhältnis zu den Reiserisiken steht und welche zusätzlichen Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Beschäftigten erforderlich sind.
  5. Bei der Gefährdungsbeurteilung sind auch spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen zu berücksichtigen. Informationen dazu liefert eine Schrift des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
  6. Bedenken Sie die speziellen Ein- und Ausreiseregeln, wie zum Beispiel eine Corona-Testung am Zielflughafen.
  7. Treffen Sie Vorsorge für den Fall, dass der oder die Beschäftigte einen medizinisch betreuten Rücktransport benötigt.
  8. Lassen Sie sich von Ihrer Betriebsärztin/Ihrem Betriebsarzt oder anderen Fachmedizinern und Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit beraten.
  9. Unterweisen Sie Ihre Mitarbeitenden über die Hygieneregelungen und Schutzmaßnahmen bei Auslandsreisen.  

Weiterführende Tipps fürs Fliegen in Corona-Zeiten finden Sie hier auf Gesundheitsstadt Berlin.

Foto: AdobeStock/edojob

Autor:
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Berufskrankheiten , Infektionskrankheiten , Coronavirus
 

Weitere Nachrichten zum Thema Corona-Regeln

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Krätze ist hierzulande weiter auf dem Vormarsch. Das meinen Experten der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG). Vor allem kleine Kinder könnten eine unterschätzte Infektionsquelle sein.


Nikotin ist eine psychotrope Substanz und macht abhängig. Der Organismus wird aber nicht vom Nikotin, sondern von anderen Schadstoffen im Zigarettenrauch geschädigt. Mediziner sehen darin ein gefährliches Gemisch und fordern eine neue Bewertung von verbrennungsfreien Alternativen.
 
Kliniken
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin