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27.01.2021

Corona in Deutschland: So viele Menschen sind bisher geimpft

Seit dem 27. Dezember wird in Deutschland gegen COVID-19 geimpft. 1,9 Prozent der Bevölkerung haben die Impfung bislang erhalten. Nur weitere Neuzulassungen werden das Tempo deutlich beschleunigen können.
Die Impfquote in Deutschland beträft aktuell 1,9 Prozent. Mit neuen Impfstoffen wird die Impfkampagne schneller vorankommen

Die Impfquote in Deutschland beträft aktuell 1,9 Prozent. Mit neuen Impfstoffen wird die Impfkampagne schneller vorankommen

Einen Monat nach Impfstart sind in Deutschland 1.638.425 Personen gegen COVID-19 geimpft (Stand 26. Januar 2021). Das entspricht 1,9 Prozent der deutschen Bevölkerung. Weitere 283.264 Personen haben bereits die erforderliche Zweitimpfung erhalten. Es wurden also insgesamt 1,92 Millionen Impfdosen verabreicht.

Berlin und Brandenburg liegen mit Impfquoten von 2,1 bzw. 2,4 Prozent etwas über dem bundesweiten Durchschnitt. Am schnellsten kommen Mecklenburg Vorpommern und Rheinland-Pfalz mit dem Impfen voran:  In den beiden Bundesländern wurden bisher 3,2 Prozent der jeweiligen Bevölkerung geimpft. Schlusslichter sind Nordrhein Westfalen und Baden-Württemberg mit Impfquoten von jeweils 1,6 Prozent.

Impfangebot bis Ende des Sommers

Bis Ende des Sommers wolle die Bundesregierung jedem Bürger ein Impfangebot machen, sagt die Bundeskanzlerin. Dafür müssen aber täglich mehr Menschen geimpft werden als bislang. Würde es im gleichen Tempo so weitergehen, würde eine Durchimpfung der Bevölkerung mehr als vier Jahre dauern.

Doch die augenblickliche Impfstoffknappheit wird sich entspannen. Bisher wurden nur die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna in Deutschland verimpft. Dass es anfänglich zu Lieferengpässen bei den Herstellern kommt, ist normal. Zudem war von Anfang war klar, dass für die Bekämpfung der Corona-Pandemie mehrere Impfstoffprodukte notwendig sein werden.

 

Zulassung des Tübinger Impfstoffs im Frühjahr erwartet

Dutzende Impfstoffe befinden sich in der Pipeline. Die COVID-19 Impfung von Astra Zeneca soll am Freitag in der EU zugelassen werden. Weitere Zulassungen werden im ersten Halbjahr erwartet, darunter der COVID-19-Impftsoff von CureVac aus Tübingen. Genau wie die Impfstoffe von Biontech und Moderna handelt es sich hierbei um einen mRNA-Impstoff.

Curevac war mit seiner Phase-III-Studie erst kurz vor Weihnachten gestartet, liegt darum zeitlich etwas hinter seinen Konkurrenten zurück. Das Unternehmen geht davon aus, dass bis Anfang April die nötigen Daten für einen Zulassungsantrag vorliegen. Somit könnte eine bedingte Zulassung in der EU theoretisch gegen Ende Anfang des zweiten Quartals erfolgen. Curevac will nach bisherigen Plänen in diesem Jahr 300 Millionen Dosen seines Vakzins produzieren, wobei die Produktion schon begonnen hat. Allein 225 Millionen Impfstoffdosen sollen an die EU-Staaten geliefert werden.

Sputnik aus Russland steht in den Startlöchern

Russland hat unterdessen die Zulassung für seinen Corona-Impfstoff Sputnik V in der EU beantragt. Sputnik V ist ein Vektor-Impfstoff, der unschädlich gemachte Adenoviren als Transporter für eine genetische Bauanleitung verwendet, die im Körper zur Bildung des Spikeproteins von Corona führt. Das gleiche Prinzip nutzt auch Astra Zeneca. Die Wirksamkeit von Sputnik soll 90 Prozent betragen. 1,5 Millionen Russen wurden damit bisher geimpft. In die Kritik war der Impfstoff geraten, weil Russland schon mit den Impfungen begann, bevor die Phase-III Studie abgeschlossen war und Daten nicht offengelegt wurden. Die Daten der klinischen Studien sollen jetzt aber veröffentlicht werden, das ist zwingend für eine Zulassung in der EU.

Foto: © Adobe Stock/Rido

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