Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
24.04.2020

Corona: Forscher empfehlen größeren Abstand beim Joggen

Wie kann man sich beim Walken und Joggen in gut gefüllten Parks und Grünanlagen am besten vor Corona schützen? Man sollte einen größeren Abstand als die bekannten 1,5 Meter einhalten. Zum dem Schluss kommt eine aktuelle Studie.
joggen, laufen, running, park

Wer hinter einem anderen Jogger läuft passiert seine Tröpfchenwolke

Grünanlagen und Parks sind bei dem schönen Wetter überlaufen - wie kann man sich beim Joggen und Walken trotzdem gut vor Corona schützen? Man sollte einen größeren Abstand als die empfohlenen 1,5 Meter einhalten. Zum dem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Katholischen Universität Leuven und der Technischen Universität Eindhoven, die in Urban Physics veröffentlicht wurde.

Die Social-Distancing-Regel von 1,5 Metern scheint im Stehen und bei schwachem Wind zu funktionieren. Doch wenn jemand beim Joggen atmet, niest oder hustet, bleiben Speichelpartikel in der Luft zurück. Die Person, die in seinem Windschatten läuft, passiert diese Tröpfchenwolke.

Läufer hinterlässt Tröpfchenwolke

Die Forscher hatten das Auftreten von Speichelpartikeln von Personen während der Bewegung (Gehen und Laufen) und  aus verschiedenen Positionen (nebeneinander, diagonal hintereinander und direkt hintereinander) simuliert. Die CFD-Simulationen, mit denen die Strömungsmechanik ermittelt wurde, wurde zuvor mit Windkanalmessungen der Tröpfchenbewegung und -verdunstung sowie des Luftstroms um einen Läufer validiert.

Die Testergebnisse wurden in einer Reihe von Animationen und Bildern sichtbar gemacht. Die von einer Person zurückgelassene Tröpfchenwolke ist deutlich sichtbar. "Menschen, die niesen oder husten, verbreiten Tröpfchen mit größerer Kraft, aber auch Menschen, die nur atmen, hinterlassen Partikel", so Prof. Bert Blocken von der TU Eindhoven. Die größten Partikel mit der höchsten Kontaminationswahrscheinlichkeit sinken schneller ab, können aber  immer noch auf der Kleidung landen.

 

Corona: Forscher empfehlen größeren Abstand beim Joggen

Aus den Simulationen geht hervor, dass das Abstand halten für zwei Personen weniger wichtig ist, wenn sie nebeneinander joggen oder walken. Die Tröpfchenwolke landet hinter ihnen. Wenn Sie diagonal hintereinander positioniert sind, ist das Risiko, die Tröpfchen des vorderen Läufers aufzufangen, ebenfalls geringer.

Doch wenn sich Personen auf derselben Linie hintereinander bewegen, empfehlen die Forscher einen größeren Abstand: beim Walken sollte die Entfernung 5 Meter betragen, beim Joggen 10 Meter, beim langsamen Radfahren ebenfalls 10 Meter und beim schellen Radfahren 20 Meter.

Foto: Adobe Stock/Stockhausen

Autor: bab
Hauptkategorie: Corona
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Coronavirus
 

Weitere Nachrichten zum Thema Coronavirus

23.04.2020

Erstmals seit der Ausbreitung des Coronavirus über den Globus haben Wissenschaftler Satellitendaten zur Luftverschmutzung mit bestätigten Covid-19-Todesfällen kombiniert. Eine Studie der Universität Halle-Wittenberg legt zwischen beiden einen Zusammenhang nahe: In Regionen mit dauerhaft hoher Schadstoffbelastung ist demnach auch die Zahl der Corona-Toten höher.

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Eine Zecke auf der Haut ist erst mal kein Grund zur Panik. Aber es ist wichtig, sie nach einer Entdeckung schnell und vor allem mit dem richtigen Instrument und der richtigen Technik zu entfernen. Je früher es geschieht, desto geringer ist die Gefahr, sich mit Borreliose zu infizieren. Beim Entfernen muss man aber ein paar Punkte beachten.


Sie wiegen so viel wie unser Gehirn und viel mehr als unser Herz – und sind genauso lebenswichtig: die Darmbakterien. Sie verdauen unser Essen, entsorgen Giftstoffe und schützen uns als Teil des Immunsystems vor Krankheitserregern. Mit seiner Ernährung hat es der Mensch selbst in der Hand, ob er dieses unsichtbare „Organ“ schwächt – oder stärkt.
 
Kliniken
Interviews
Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.


Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.
Logo Gesundheitsstadt Berlin