Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Chronische Sinusitis: Nasendusche hilft, Inhalation nicht

Patienten, die an chronischer Sinusitis leiden, hilft eine regelmäßige Nasendusche. Inhalieren bringt nichts. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forscher der Universität Southhampton.
Nasendusche

Die Nasendusche hilft bei chronischer Sinusitis

Inhalieren oder Nasenspülungen sind gebräuchliche Hausmittel, um chronischem oder wiederkehrenden Schnupfen ohne Medikamente beizukommen. Die Studie umfasste 871 erwachsene Hausarzt-Patienten, die in vier Gruppen eingeteilt wurden. Sie erhielten die übliche Versorgung, sie wurden in einem kurzen Video über den Gebrauch aufgeklärt und benutzen einmal am Tag eine Nasendusche mit 2%iger Kochsalzlösung, sie machten täglich eine 5-minütige Dampfinhalation, oder sie kombinierten beide Behandlungen.

Bei den Patienten, die täglich eine Nasenspülung vornahmen, hatten sich die Symptome im Vergleich zu den Nicht-Nasendusche-Probanden nach sechs Monaten stärker verbessert, gemessen am Rhinosinusitis Disability Index. Die Dampf-Inhalation linderte die Atemwegsbeschwerden nicht. Immerhin litten die Patienten, die inhalierten, seltener  an Kopfschmerzen.

Chronische Sinusitis: Nasendusche hilft, Inhalation nicht

Die Teilnehmer, die die Nasendusche nutzten, kauften seltener freiverkäufliche Medikamente und hatten seltener vor, wegen ihrer Sinusitis erneut einen Arzt aufzusuchen.

Da die nützliche Wirkung der Nasendusche aber geringer ausfiel war als in früheren Studien, in denen die Patienten ausführlichere Anleitungen zum Gebrauch erhalten hatten, schlagen die Autoren weitere Untersuchungen vor, um zu klären, wie viel Coaching notwendig ist. Ihre Studie erschien im Fachjournal CMAJ.

Foto: Stefan Balk/Fotolia.com

 
Autor: bab
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen
 

Weitere Nachrichten zum Thema Sinusitis

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten


 
Kliniken
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin