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Chronische Sinusitis: Nasendusche hilft, Inhalation nicht

Dienstag, 9. August 2016 – Autor:
Patienten, die an chronischer Sinusitis leiden, hilft eine regelmäßige Nasendusche. Inhalieren bringt nichts. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forscher der Universität Southhampton.
Nasendusche

Die Nasendusche hilft bei chronischer Sinusitis – Foto: Stefan Balk - Fotolia

Inhalieren oder Nasenspülungen sind gebräuchliche Hausmittel, um chronischem oder wiederkehrenden Schnupfen ohne Medikamente beizukommen. Die Studie umfasste 871 erwachsene Hausarzt-Patienten, die in vier Gruppen eingeteilt wurden. Sie erhielten die übliche Versorgung, sie wurden in einem kurzen Video über den Gebrauch aufgeklärt und benutzen einmal am Tag eine Nasendusche mit 2%iger Kochsalzlösung, sie machten täglich eine 5-minütige Dampfinhalation, oder sie kombinierten beide Behandlungen.

Bei den Patienten, die täglich eine Nasenspülung vornahmen, hatten sich die Symptome im Vergleich zu den Nicht-Nasendusche-Probanden nach sechs Monaten stärker verbessert, gemessen am Rhinosinusitis Disability Index. Die Dampf-Inhalation linderte die Atemwegsbeschwerden nicht. Immerhin litten die Patienten, die inhalierten, seltener  an Kopfschmerzen.

Chronische Sinusitis: Nasendusche hilft, Inhalation nicht

Die Teilnehmer, die die Nasendusche nutzten, kauften seltener freiverkäufliche Medikamente und hatten seltener vor, wegen ihrer Sinusitis erneut einen Arzt aufzusuchen.

Da die nützliche Wirkung der Nasendusche aber geringer ausfiel war als in früheren Studien, in denen die Patienten ausführlichere Anleitungen zum Gebrauch erhalten hatten, schlagen die Autoren weitere Untersuchungen vor, um zu klären, wie viel Coaching notwendig ist. Ihre Studie erschien im Fachjournal CMAJ.

Foto: Stefan Balk/Fotolia.com

 
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