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Chronisch Kranke: Erwerbstätigkeit erhöht Lebensqualität

Für chronisch Kranke ist es sehr wichtig, weiterhin ihrer Berufstätigkeit nachgehen zu können. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Dieser Aspekt sollte in der Behandlung eine größere Rolle spielen, fordern Experten.
Chronisch krank und erwerbstätig

Für chronisch Kranke ist es meist wichtig, weiterhin arbeiten zu können.

Viele chronisch Kranke können und wollen weiterhin ihrer Berufstätigkeit nachgehen. Denn chronisch krank zu sein, muss nicht bedeuten, nicht mehr leistungsfähig zu sein. Oft müssen nur einige Dinge berücksichtigt werden, um Krankheit und Arbeitsleben zu vereinbaren. Die Gründe für die gesundheitlichen Probleme sind vielfältig: Asthma, Diabetes, Krebs oder die Folgen eines Arbeitsunfalls – das alles kann zu dauerhaften Einschränkungen führen, die aber nicht unbedingt die Erwerbsunfähigkeit nach sich ziehen müssen. Die gesetzlichen Krankenversicherungen gehen davon aus, dass etwa ein Drittel der Erwerbstätigen chronisch krank ist. Genaue Zahlen existieren dazu jedoch nicht. Was man weiß: Für die allermeisten chronisch Kranken ist es wichtig, berufstätig zu bleiben.

Chronisch Kranke wollen möglichst normal leben

Das wird auch von einer Umfrage bestätigt, die das Pharmaunternehmen Janssen durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat durchführen lassen. 1.001 Personen mit schweren oder chronischen Erkrankungen wurden dafür befragt. Das Ergebnis: Für 60 Prozent der chronisch oder lebensbedrohlich kranken Erwerbstätigen ist die Möglichkeit, ihrer Arbeit nachgehen zu können, sehr wichtig für ihre Lebensqualität; weiteren 34 Prozent ist dieser Aspekt zumindest wichtig. Zudem empfinden 39 Prozent der Befragten unter 60 Jahren ihre aktuell eingeschränkte Erwerbsfähigkeit als belastend für ihre Lebensqualität.

Viele chronisch kranke Menschen leiden auch darunter, dass sie ihren Alltag nicht mehr wie gewohnt gestalten können: 38 Prozent der Betroffenen geben an, dass dadurch ihre Lebensqualität derzeit negativ beeinflusst wird. „Zur Arbeit gehen, einen Ausflug mit der Familie oder Freunden unternehmen, Sport treiben - das alles sind alltägliche und gleichzeitig wichtige Momente im Leben. Darauf wollen Menschen nach Möglichkeit auch dann nicht verzichten, wenn sie krank sind. Der Nutzen einer Therapie sollte deshalb immer auch daran gemessen werden, in welchem Umfang sie Patienten eine gewohnt hohe Lebensqualität ermöglicht“, erklärt Dr. Michael von Poncet, Medizinischer Direktor und Mitglied der Geschäftsleitung von Janssen Deutschland.

 

Gutes Verhältnis zum Arzt und zur Familie wichtig für Lebensqualität

Den größten negativen Einfluss auf die Lebensqualität von chronisch kranken Menschen haben allgemeine gesundheitliche Probleme und Schmerzen. Bei 46 Prozent sind es vor allem Schmerzen, die den Alltag überschatten. Einen positiven Einfluss kann hingegen ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis haben. 48 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen ein gutes Verhältnis zum Arzt sehr wichtig ist, 44 Prozent finden dies zumindest wichtig.

„Ein gutes Verhältnis zu ihrem Arzt gibt Menschen mit einer chronischen oder lebensbedrohlichen Erkrankung Rückhalt. Es hilft ihnen, ihren Alltag so zu gestalten, wie es vor der Erkrankung selbstverständlich war. Das zeigen auch die Geschichten, die Patienten und Ärzte im Rahmen unserer Initiative 'Mehr leben im Leben' erzählen“, so Poncet. Auch die Unterstützung durch Angehörige ist für die Lebensqualität von chronisch Kranken essentiell. Laut Umfrage ist ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis zum Partner und zur Familie für 76 Prozent der Befragten sehr wichtig. Zudem ist es 94 Prozent der Betroffenen sehr wichtig oder wichtig, dass Medikamente verfügbar sind, die ihnen helfen können, die Krankheit in den Griff zu bekommen.

Foto: © StockPhotoPro - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Demografischer Wandel
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