. Charité

Charity Gala bringt 100.000 Euro für Kinderklinik der Charité

Die Charity for Charité Gala am Donnerstagabend im Marriott Hotel war mehr als ein Sehen und gesehen werden. Über 100.000 Euro sind zugunsten von Kindern mit Seltenen Erkrankungen gesammelt worden.
Charity Gala bringt 100.000 Euro für Kinderklinik der Charité

Karl-Max und Caroline Einhäupl: Helfen Sie uns, Kindern mit Seltenen Erkrankungen zu helfen

Das Beste gab es zum Schluss: Es war die Bekanntgabe der Summe von mehr als 100.000 Euro, die am Abend zugunsten des Charité Zentrums für Kinder mit Seltenen Erkrankungen gesammelt worden war. Das Geld kam durch „aggressives Sammeln“ wie es Moderator Jörg Thadeusz formulierte, und durch eine Auktion zusammen. Die Gäste konnten beispielsweise für ein WM-Trikot mit Autogrammen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft oder ein Dinner mit dem neuen Regierenden Bürgermeister Michael Müller bieten. Außerdem wurden Arbeiten der Künstler Rosemarie Trockel und Jonathan Meese versteigert. Zahlreiche prominente Botschafter unterstützten die Charity Gala, darunter Jette Joop, Jörg Woltmann und Milan Peschel. Hauptsponsor war wie in den vergangenen Jahren das Marriott-Hotel am Potsdamer Platz. Der Schirmherr der Charity Aktion Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe war nicht erschienen. 

Sammeln für eine Anlaufstelle

Auf das Ansinnen der Veranstaltung hatte Charité-Chef Karl Max Einhäupl die Gäste gleich zu Beginn des Abends eingestimmt. „Helfen Sie uns, die Versorgung und Betreuung unserer kleinen Patienten und ihrer Familien weiter zu verbessern und sie in oftmals sehr schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen“, sagte er. Die Finanzierung durch die Krankenkassen und das Land reichten dafür nicht aus.

Auch Eva Luise Köhler machte auf das Schicksal der rund drei Millionen Kinder mit Seltenen Erkrankungen in Deutschland aufmerksam. Die Vorstandsvorsitzende des Achse e.V. beschrieb den langen Leidensweg der betroffenen Familien und lobte die Charité für ihr Engagement. „Betroffene brauchen eine Anlaufstelle, wo medizinische Kompetenz gebündelt ist und sie sich zu Hause fühlen können“, sagte Köhler. Genau das biete die Charité mit ihrem Zentrum für Kinder mit Seltenen Erkrankungen. 

Klinik ist zweites zu Hause

Das Zentrum war vor drei Jahren an den Charité Kinderkliniken als fachübergreifende Versorgungs- und Forschungseinrichtung gegründet worden. Rund 600 Kinder werden dort jede Woche behandelt. Die meisten haben eine lange Ärzte-Odyssee hinter sich, aber keine Diagnose. An der Charité versuchen unterschiedliche Spezialisten den Krankheiten auf die Spur zu kommen und in vielen Fällen gelingt es ihnen auch. Zu 80 Prozent stecken genetische Defekte dahinter. „Viele dieser Krankheiten sind nicht heilbar und mit einer verkürzten Lebenserwartung verbunden“, sagte der Kinderarzt Dr. Tobias Reindl. Diese Gewissheit sei enorm belastend und schwäche das Familiensystem. Umso wichtiger sei es einen Ansprechpartner zu haben. „Für die Familien ist die Klinik ein zweites Zuhause.“

Foto: Charité

Hauptkategorie: Berlin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Charité , Seltene Erkrankungen , Kinder

Weitere Nachrichten zum Thema Charité

| Die Benefizgala am Freitag hat den Kinderkliniken der Charité die Rekordsumme von über 278.000 Euro eingespielt. Das Geld soll nun Kindern mit seltenen, schweren Erkrankungen und dem Präventionsprojekt „Babylotse“ zu Gute kommen.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Dass körperliche Inaktivität, hoher Alkoholkonsum, Rauchen und Bluthochdruck Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen sind, ist bekannt - wie ungleich diese innerhalb Deutschlands verteilt sind, jedoch weniger. Eine Studie zeigt, dass Menschen aus dem Ostteil des Landes ein ungünstigeres Risikoprofil aufweisen.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Für Menschen mit Behinderung sind Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe nach wie vor nicht selbstverständlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Ulla Schmidt, MdB und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, darüber gesprochen, was getan werden muss, um die Situation von Betroffenen zu verbessern.
Prof. Hendrik Streeck leitet Deutschlands erstes Institut für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Duisburg-Essen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem US-Rückkehrer über sein größtes Ziel gesprochen: eine präventive Impfung gegen HIV.
Die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern der Homöopathie sind verhärtet. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Homöopathie-Kritikerin Dr. med. Natalie Grams über wissenschaftliche Prinzipien und den verbreiteten Wunsch nach medizinischen Alternativen gesprochen.