. Spendenaktion

Charité sammelt für Kinder mit Seltenen Erkrankungen

Die Charité baut derzeit ein bundesweit einmaliges Betreuungsangebot für Kinder mit schweren Seltenen Erkrankungen auf. Mit einer Adventskalenderaktion und einer Charity-Gala will das Universitätsklinikum jetzt Spenden für das Projekt sammeln.
Charité sammelt für Kinder mit Seltenen Erkrankungen

Weihnachtsspendenaktion für Charité-Kinderkliniken soll die Behandlung von Kindern mit Seltenen Erkrankungen verbessern

Wer dieser Tage das Radio Berlin 88.8 einschaltet, wird sehr wahrscheinlich Hörer der Adventskalenderaktion zugunsten der Kinderkliniken der Charité. 24 Berliner Unternehmen haben sich bereit erklärt, die Aktion mit Produkten wie Feinkost oder Schmuck „Made in Berlin“ zu unterstützen. Radiohörer können sich mit einer Mindestspende in Höhe von fünf Euro an der Aktion beteiligen. Am Heiligabend sollen die Geschenke dann unter den Spendern ausgelost und noch am selben Tag ausgeliefert werden. Die Spenden sollen dabei helfen, Kinder mit schweren chronischen und Seltenen Erkrankungen noch besser behandeln zu können. Demselben Zweck dient auch die "Charity for Charité" Gala am 11. Dezember unter dem Motto »Mehr Gesundheit für unsere Kinder«.

Interdisziplinäres Betreuungsangebot über den Klinikaufenthalt hinaus

Konkret will die Charité die Erlöse in den Aufbau eines ganzheitlichen und interdisziplinären Betreuungsangebots für Kinder mit Seltenen Erkrankungen stecken, in das die gesamte Familie einbezogen werden soll. „Wir können Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen nicht heilen. Doch wir müssen alles tun, damit auch sie Chancen auf mehr Gesundheit haben und mit ihren Familien glücklich sein können“, sagt der Charité-Pädiater Professor Heiko Krude. Im Schnitt dauert es vier Jahre, bis Betroffene mit seltenen Erkrankungen endlich den Arzt finden, der die richtige Diagnose stellt. Die meisten Betroffenen haben dann bereits eine lange Ärzteodyssee und unzählige Klinikaufenthalte hinter sich. „Und auch danach erfordert die Behandlung die gebündelte Expertise vieler Spezialisten, denn häufig sind mehrere Organe gleichzeitig betroffen“, erklärt Krude. Das neue Betreuungsangebot werde all das bieten, was die betroffenen Kinder und ihre Familien so dringend brauchten - spezielles Wissen verschiedenster Spezialisten, hochspezialisierte Diagnostik und Therapieverfahren, Zeit und Nähe und eine enge Zusammenarbeit während des gesamten Verlaufs einer Erkrankung – auch über den Klinikaufenthalt hinaus.

Spenden-Gala für Kinder mit Seltenen Erkrankungen

Zur Gala Charity for Charité 2014 im Marriott-Hotel kann man sich im Internet auf den Seiten der Charité Kinderkliniken anmelden. Schirmherr ist in diesem Jahr Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Die Benefizgala wird von Jörg Thadeusz moderiert und von zahlreichen Prominenten unterstützt, darunter die Designerin Jette Joop, Sir Simon Rattle, Dagmar Reim sowie die Schauspieler Andrea Sawatzki und Milan Peschel.

Im November hatte die Charité 120 Jahre akademische Kinderheilkunde in Deutschland gefeiert. Mit der Ernennung Otto Heubners zum ersten ordentlichen Professor für Pädiatrie im Jahr 1894 wurde die Kinderheilkunde zu einem eigenständigen akademischen Fach. Die Kinderkliniken der Charité sind seit 1996 im Otto-Heubner-Centrum am Campus Virchow-Klinikum zusammengefasst.

Foto: © yanlev - Fotolia.com

Hauptkategorien: Berlin , Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Charité , Seltene Erkrankungen , Kinder

Weitere Nachrichten zum Thema Seltene Erkrankungen

| Die spinale Muskelatrophie ist bislang unheilbar. Mit einer neuen Gentherapie kann das Fortschreiten der seltenen Erbkrankheit jetzt erstmals verzögert werden. Dafür gab es einen "erheblichen Zusatznutzen" vom G-BA.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
. Weitere Nachrichten
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Kliniken
. Interviews
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.
Das Chronische Fatigue Syndrom (CFS) bedeutet für viele Patienten meist einen weitgehenden Verlust ihres bisherigen Lebens. Dennoch gibt es bisher kaum wirksame Therapien und zu wenig Forschung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen über die Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten gesprochen.