. Qualitätsmanagement

Charité: Qualitätsdaten im Internet

Das Berliner Universitätsklinikum stellt sich bundesweit der Qualitätsmessung und veröffentlicht ab sofort seine Qualitätsergebnisse unter der Webadresse http://qualitaetsmanagement.charite.de im Internet. Seit dem Jahr 2008 nimmt die Charité an der Initiative Qualitätsmedizin freiwillig teil. Die IQM-Werte zeigen die Behandlungsqualität bei 30 Krankheiten.
Charité: Qualitätsdaten im Internet

Quelle: Charité

An den Daten lässt sich genau ablesen, wie erfolgreich die Charité in der Behandlung ihrer Patienten bei 30 häufige und zum Teil schweren Erkrankungen abschneidet. Die Ergebnisse der Charité sind Teil einer Datenauswertung von 95 Kliniken in Deutschland, die der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) angehören. Ziel ist, den Patienten und niedergelassenen Ärzten objektiv erhobene und umfassende Daten zur medizinischen Behandlungsqualität zur Verfügung zu stellen. "Für uns ist das IQM-Verfahren ein wichtiges Instrument in der Qualitätskontrolle", erklärt Prof. Ulrich Frei, der Ärztliche Direktor der Charité. "Es gibt uns die Chance, in Zusammenarbeit mit Experten aus anderen Kliniken unsere Prozesse laufend zu verbessern. Die IQM-Werte belegen unsere Stärken, zeigen aber auch, wo Handlungsbedarf besteht."

Charité: bestes Abschneiden bei der Geburtsmedizin

Am besten schneidet die Charité in der Geburtsmedizin und in der Operation zur partiellen Entfernung der Niere ab. In der Geburtsmedizin gab es an der Charité im vergangenen Jahr keinen Sterbefall bei einer Gebärenden. Damit liegt sie deutlich unter dem Durchschnittswert aller IQM-Mitgliedskliniken, bei denen insgesamt 0,007 Prozent aller Mütter verstarben. Bei der Behandlung von Pneumonien hat sie dagegen das Ziel von 6,59 Prozent nicht erreicht. Insgesamt verstarben 6,62 Prozent aller Patienten.

Bei der Operation zur partiellen Entfernung der Niere verzeichnete das Berliner Universitätsklinikum im Jahr 2009 keinen Sterbefall, während im Durchschnitt aller Mitgliedskliniken 0,56 Prozent der Patienten die Operation nicht überlebten. Die Ursache für diesen signifikanten Unterschied war schnell gefunden: "Wir haben an der Charité einen akribisch durchgeplanten Behandlungspfad entwickelt, den alle Patienten durchlaufen", erläutert Prof. Frei. IQM-Mitgliedskliniken, die dieses Konzept nachahmen wollen, können sich an den Ärztlichen Direktor selbst wenden.

Peer-Review als Grundlage für Verbesserungen an der Charité

Der nächste Schritt für Prof. Frei und sein Team ist es nun, mit Hilfe des so genannten Peer-Review Verfahrens den Ursachen der Abweichung auf den Grund zu gehen. Diese Methode setzt auf den Fachaustausch zwischen IQM -Mitgliedskliniken und ist ein effektives Instrument zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse. "Unsere verantwortlichen Chefärzte  werden sich mit den chefärztlichen Kollegen aus anderen IQM-Mitgliedskliniken zusammensetzen, um gemeinsam kritische Patientenfälle auf mögliche Fehler in Abläufen und Strukturen zu analysieren. Dann werden die Schwachstellen identifiziert und Massnahmen zur Beseitigung festgelegt", erklärt Prof. Frei.

qualitaetsmanagement.charite.de

Weitere Nachrichten zum Thema Charité

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Die Grippe breitet sich immer weiter aus, wie die aktuelle Wochenkarte der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt. Bis zum Ende der 6. Kalenderwoche wurden zudem bereits 102 Tote durch das Influenza-Virus gemeldet.
. Top-Fortbildungen
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Interviews
Die Hausärzte im Seeheilbad Büsum waren damals alles Männer im oder kurz vorm Rentenalter, ihre Einzelpraxen wollte niemand übernehmen. Um einen Zusammenbruch der medizinischen Versorgung zu verhindern, rang sich die Gemeinde dazu durch, selbst als Trägerin der örtlichen Arztpraxis aufzutreten – als erste bundesweit. In dem kommunalen Eigenbetrieb arbeiten heute fast nur junge Ärztinnen. Wie das ging und welche weiteren Modelle es gibt gegen den Ärztemangel auf dem Land, erzählt Initiator Harald Stender drei Jahre nach Gründung des Pioniermodells.