. Streik der Pflege

Charité legt Berufung gegen Urteil des Arbeitsgerichts ein

Die Charité will das Ausmaß des bevorstehenden Streiks begrenzen und Berufung gegen das Urteil des Berliner Arbeitsgerichts einlegen. Das hatte am Freitag den unbefristeten Streik des Pflegpersonals erlaubt.
Charité legt Berufung gegen Urteil des Arbeitsgerichts ein

In der Auseinandersetzung um den bevorstehenden Streik ruft die Charité-Leitung jetzt das Landesarbeitsgericht zu Hilfe

Nach dem Urteil des Berliner Arbeitsgerichts, wonach der unbefristete Streik des Pflegepersonals erlaubt sein soll, will die Charité in Berufung gehen. Das Urteil war noch nicht rechtskräftig. Nun wird sich das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg mit dem Fall beschäftigen müssen. Dessen Beschluss wird nicht vor Mitte der nächsten Woche erwartet.  

Die Klinikleitung der Charité hofft mit der Berufung, das Ausmaß des Streiks begrenzen zu können. Sie sieht die Sicherheit der Patienten während des Streiks weiterhin als gefährdet an und argumentiert, der Streik verstoße gegen die tarifvertragliche Friedenspflicht. Das Arbeitsgericht Berlin teilte diese Auffassung nicht. Darum hatte es den unbefristeten Streik ab Montag erlaubt.

Streik an der Charité: Im Berfungsverfahren geht es um Schadensbegrenzung

Von dem Streik des Pflegepersonals werden insgesamt 113 Intensivbetten sowie rund 800 Betten in allen Fachbereichen betroffen sein. Rund 20 Stationen müssen geschlossen werden. Diesen Ausfall können auch andere Berliner Kliniken nicht auffangen. Ganz im Gegenteil: Kliniken wie das Deutsche Herzzentrum Berlin sind sogar mittelbar betroffen, denn sie können ihre Patienten während des Streiks nicht mehr in die Charité verlegen.

Für Anfragen von Patienten hat die Charité ab Montag, den 22. Juni eine Hotline eingerichtet, die montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr unter der Nummer +49 30 450 550 500 erreichbar ist.

Foto: Charité - Universitätsmedizin Berlin

Autor: ham
Hauptkategorien: Berlin , Gesundheitspolitik
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