Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Charité bietet neues Pflegestudium in Berlin an

Freitag, 3. Juli 2020 – Autor:
An der Berliner Charité startet im Wintersemester 2020 ein neues Pflegestudium: der Bachelor of Science in Pflege. Bewerbungen sind noch bis zum 20. August möglich.
Der „Bachelor of Science in Pflege“ unterscheidet nicht zwischen Krankenpflege und Altenpflege. Der neue Studiengang an der Berliner Charité ist generalistisch

Der „Bachelor of Science in Pflege“ unterscheidet nicht zwischen Krankenpflege und Altenpflege. Der neue Studiengang an der Berliner Charité ist generalistisch

Zum Wintersemester bietet die Charité einen neuen Pflegestudiengang an: 60 Studierende können in 7 Semestern den Bachelor of Science in Pflege erwerben. Damit will die Charité dem wachsenden Bedarf an qualifizierten Pflegekräften Rechnung tragen. Bewerbungen sind noch bis zum 20. August möglich. Voraussetzung ist eine in Berlin gültige Hochschulzugangsberechtigung bzw. Abitur.

Der Bachelor Pflege ist generalistisch ausgerichtet, das heißt der akademische Abschluss qualifiziert Studierende für die allgemeine Pflege von Menschen aller Altersgruppen im Krankenhaus, im Pflegheim oder in der häuslichen Pflege. Es wird also nicht zwischen Krankenpflege und Altenpflege unterschieden. Mit dem Modell soll sich die Pflegepraxis auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen.

Ziel: Mehr qualifizierte Pflegekräfte

„Auch die aktuellen Zeiten der Pandemie unterstreichen noch deutlicher, von welch hoher Bedeutung qualifizierte und motivierte Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitssektor sind. Daher sind wir glücklich, mit dem neuen Studiengang einen wesentlichen Beitrag bei der Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitssystems liefern zu können“, wird Prof. Joachim Spranger, Prodekan für Studium und Lehre der Charité, in einer Mitteilung der Charité zitiert.

 

Zwischen Wissenschaft und Praxis

Nach Charité-Angaben sollen die Studierenden mit den Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut gemacht werden und die praktische Versorgung als auch die Beratung und Anleitung von Patienten sowie Angehörigen erlernen. Weiterer Schwerpunkt des Studiums ist die Koordinieren und Steuerung von Versorgungsabläufen. „Unser Ziel ist es, dass die Studierenden von Beginn an lernen, mit anderen Berufsgruppen, wie beispielsweise den Ärztinnen und Ärzten, zu interagieren und zusammen zu arbeiten“, sagt Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Wissenschaftliche Leiterin des CharitéCentrums für Human- und Gesundheitswissenschaften. Die Studierenden erhalten zudem über den gesamten Studienverlauf Kommunikationstrainings.

Die Akademisierung der Pflege wird schon lange gefordert, um den Beruf attraktiver zu machen und dessen Bedeutung zu unterstreichen.

In Deutschland werden händeringend Pflegekräfte gesucht, sowohl für die Krankenpflege als auch die Altenpflege.Zuletzt kam ein Gutachten der Universität Bremen zu dem Ergebnis, dass aktuell allein in der Altenpflege 120.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden, „um die hohe Arbeitsbelastung zu senken und eine angemessene Betreuung zu gewährleisten.“

Foto: © Adobe Stock/Rido

Hauptkategorien: Berlin , Gesundheitspolitik , Pflege
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Pflege
 

Weitere Nachrichten zum Thema Pflegestellen

 

Aktuelle Nachrichten

Mehr zum Thema
 
Weitere Nachrichten

Wenn Angehörige wegen einer akuten oder chronischen Krankheit in den eigenen vier Wänden gepflegt werden müssen, übernehmen das meist Frauen. Nur wenige Männer nutzen die „Familienpflegezeit“ – auch, weil das (noch) mit finanziellen Risiken verbunden ist.

 
Interviews
Affenpocken verlaufen in der Regel harmlos. Doch nicht immer. Dr. Hartmut Stocker, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am St. Joseph Krankenhaus in Berlin Tempelhof, über die häufigsten Komplikationen, die Schutzwirkung der Impfung und den Nutzen von Kondomen.

Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin