. Bachelor of Science in Pflege

Charité bietet neues Pflegestudium in Berlin an

An der Berliner Charité startet im Wintersemester 2020 ein neues Pflegestudium: der Bachelor of Science in Pflege. Bewerbungen sind noch bis zum 20. August möglich.
Der „Bachelor of Science in Pflege“ unterscheidet nicht zwischen Krankenpflege und Altenpflege. Der neue Studiengang an der Berliner Charité ist generalistisch

Der „Bachelor of Science in Pflege“ unterscheidet nicht zwischen Krankenpflege und Altenpflege. Der neue Studiengang an der Berliner Charité ist generalistisch

Zum Wintersemester bietet die Charité einen neuen Pflegestudiengang an: 60 Studierende können in 7 Semestern den Bachelor of Science in Pflege erwerben. Damit will die Charité dem wachsenden Bedarf an qualifizierten Pflegekräften Rechnung tragen. Bewerbungen sind noch bis zum 20. August möglich. Voraussetzung ist eine in Berlin gültige Hochschulzugangsberechtigung bzw. Abitur.

Der Bachelor Pflege ist generalistisch ausgerichtet, das heißt der akademische Abschluss qualifiziert Studierende für die allgemeine Pflege von Menschen aller Altersgruppen im Krankenhaus, im Pflegheim oder in der häuslichen Pflege. Es wird also nicht zwischen Krankenpflege und Altenpflege unterschieden. Mit dem Modell soll sich die Pflegepraxis auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen.

Ziel: Mehr qualifizierte Pflegekräfte

„Auch die aktuellen Zeiten der Pandemie unterstreichen noch deutlicher, von welch hoher Bedeutung qualifizierte und motivierte Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitssektor sind. Daher sind wir glücklich, mit dem neuen Studiengang einen wesentlichen Beitrag bei der Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitssystems liefern zu können“, wird Prof. Joachim Spranger, Prodekan für Studium und Lehre der Charité, in einer Mitteilung der Charité zitiert.

 

Zwischen Wissenschaft und Praxis

Nach Charité-Angaben sollen die Studierenden mit den Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut gemacht werden und die praktische Versorgung als auch die Beratung und Anleitung von Patienten sowie Angehörigen erlernen. Weiterer Schwerpunkt des Studiums ist die Koordinieren und Steuerung von Versorgungsabläufen. „Unser Ziel ist es, dass die Studierenden von Beginn an lernen, mit anderen Berufsgruppen, wie beispielsweise den Ärztinnen und Ärzten, zu interagieren und zusammen zu arbeiten“, sagt Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Wissenschaftliche Leiterin des CharitéCentrums für Human- und Gesundheitswissenschaften. Die Studierenden erhalten zudem über den gesamten Studienverlauf Kommunikationstrainings.

Die Akademisierung der Pflege wird schon lange gefordert, um den Beruf attraktiver zu machen und dessen Bedeutung zu unterstreichen.

In Deutschland werden händeringend Pflegekräfte gesucht, sowohl für die Krankenpflege als auch die Altenpflege.Zuletzt kam ein Gutachten der Universität Bremen zu dem Ergebnis, dass aktuell allein in der Altenpflege 120.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden, „um die hohe Arbeitsbelastung zu senken und eine angemessene Betreuung zu gewährleisten.“

Foto: © Adobe Stock/Rido

Autor: ham
Hauptkategorien: Berlin , Gesundheitspolitik , Pflege
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