. Zertifizierung

Charité als erstes "Onkologisches Zentrum" ausgezeichnet

Das Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC) wird jetzt von der Deutschen Krebshilfe mit drei Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Zusätzlich ist das Center als erste Einrichtung in Deutschland mit dem Zertifikat "Onkologisches Zentrum" der Deutschen Krebsgesellschaft ausgezeichnet worden. Das neue interdisziplinäre Zentrum soll unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Peter M. Schlag die Erforschung und Behandlung von Krebs deutlich voranbringen.
Deutsche Krebshilfe fördert Comprehensive Cancer Center

Charité als erstes "Onkologisches Zentrum" ausgezeichnet

Seit 1. April 2009 gehört das Charité Comprehensive Cancer Center zu den von der Deutschen Krebshilfe geförderten Spitzenzentren in Deutschland. Das interdisziplinäre Center wurde zudem als erstes "Onkologisches Zentrum" von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. "Damit ist ein grosser Schritt auf dem Weg zu einer umfassenden Versorgung der an Krebs erkrankten Menschen in Deutschland getan", sagt Prof. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, und ergänzt: "Betroffene, auch von seltenen Krebserkrankungen, können nun von der Expertise verschiedener Fachdisziplinen profitieren."

Durch den Zusammenschluss der Kliniken zu einem Onkologischen Zentrum wird es möglich, die fachliche Expertise der einzelnen Spezialisierungen zu vereinen. Somit ist für eine weiter verbesserte, koordinierte Behandlung aller Krebspatienten an der Charité- Universitätsmedizin Berlin mit einem breit gefächerten, interdisziplinären Konsultationsangebot und multimedialen Tumorkonferenzen gesorgt. "Wir haben dafür die Organtumorzentren unter anderem für Brust-, Darm-, Prostata- und Lungenkrebs organisatorisch integriert", erklärt Prof. Peter M. Schlag, der Leiter der Einrichtung.

Charité: Comprehensive Cancer Center

Das Charité Comprehensive Cancer Center ist damit ein alle Standorte und Kliniken überspannendes Kompetenzzentrum für interdisziplinäre Tumormedizin. "Dadurch erreichen wir, dass Diagnostik, Therapie, Nachsorge und Rehabilitation von Krebspatienten an der Charité über die Grenzen der Fachdisziplinen hinaus begleitet werden", betont Schlag. "So können die Patienten unmittelbar von den Fortschritten der Forschung profitieren.

Die neue Einrichtung bietet eine ganze Reihe unterstützender Angebote. Dazu gehört genetische Beratung genauso wie eine Ernährungs- und Physiotherapie, die der individuellen Situation des Tumorpatienten angepasst wird. Die psychoonkologische Betreuung Betroffener und ihrer Angehörigen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Hier will das Center auch die Zusammenarbeit mit den Krebs-Selbsthilfegruppen in Berlin weiter ausbauen. Schliesslich findet sich unter dem Dach des Krebszentrums auch der onkologische Palliativdienst, der Patienten im Endstadium der Erkrankung ambulante und stationäre Pflege bietet.

Die Therapie bösartiger Erkrankungen hat sich in den letzten Jahrzehnten durch die Entwicklung neuer Medikamente und Behandlungsmethoden verändert. Dem trägt das Zentrum durch die Integration von Grundlagen- und patientenorientierter Forschung in Form von klinischen Studien Rechnung. "Wir verfolgen eine medizinisch-onkologische Versorgung auf hohem klinischen und wissenschaftlichen Niveau", sagt Prof. Schlag. Auch Strategien zur Prävention und Früherkennung von Krebserkrankungen sind Teil des Konzepts.

Gute Behandlung und Nachsorge

Ein besonderes Anliegen der Einrichtung ist die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen onkologischen Ärzten und Fachpraxen. Ziel ist, grösstmögliche Kontinuität in Behandlung und Nachsorge sicher zu stellen. Neben dem persönlichen Kontakt soll dies durch eine verbesserte IT-basierte Kommunikationsplattform erreicht werden.

Im CCCC werden ausserdem organübergreifend zentrale Aufgabenbereiche wie Tumordokumentation, Krebsregister, psychosoziale Versorgung ebenso gebündelt wie ein entsprechendes Studienmanagement und die qualifizierte Aus-, Fort- und Weiterbildung von Medizinern.

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