Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
16.12.2016

Bundesverdienstkreuz für Elisabeth Steinhagen-Thiessen

Die Altersmedizinerin Prof. Elisabeth Steinhagen-Thiessen ist mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Es ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik zu vergeben hat.
Elisabeth Steinhagen-Thiessen: Für ihre Verdienste um die Geriatrie das Bundesverdienstkreuz erhalten

Elisabeth Steinhagen-Thiessen: Für ihre Verdienste um die Altersmedizin das Bundesverdienstkreuz erhalten

Sie trägt gern Fliege und fährt gerne mit dem Camperwagen durch die Welt. Nun ist Prof. Elisabeth Steinhagen-Thiessen (70) mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Am Donnerstag wurde ihr die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl zu vergeben hat, von Staatssekretär Steffen Krach übergeben. Absender ist das Bundespräsidialamt. Dieses schreibt in seiner Begründung, Elisabeth Steinhagen-Thiessen habe in den letzten 30 Jahren die Altersmedizin in Deutschland auf ein neues Fundament gestellt. Ihre außerordentlichen wissenschaftlichen und ärztlichen Leistungen hätten maßgeblich dazu beigetragen, dass sich diese Disziplin in der Klinik sowie in der medizinischen Forschungslandschaft etablieren konnte. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung nicht verbunden.

Eines der ersten Geriatriezentren Deutschlands aufgebaut

Steinhagen-Thiessen hatte 1996 in Berlin eines der ersten Geriatriezentren Deutschlands aufgebaut, das Evangelische Geriatriezentrum Berlin (EGZB) in Wedding. Das Zentrum kooperiert bis heute eng mit der Charité. 1997 erhielt sie den Ruf auf eine C4-Professur im Fachgebiet Innere Medizin/Geriatrie an der Charité. Beide Positionen hatte sie bis zu ihrer Pensionierung inne. Im April 2015 wurde sie von Prof. Ursula Müller-Werdan abgelöst. Bis heute leitet sie den Arbeitsbereich Lipidstoffwechsel an der Medizinischen Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin der Charité. Außerdem gehört die gebürtige Flensburgerin seit 2012 dem Deutschen Ethikrat an und wirkt im Expertenrat Demografie beim Bundesministerium des Innern mit.

 

„Alte haben keine Lobby“

Zu ihren bekanntesten Forschungsvorhaben gehören die Berliner Altersstudie BASE sowie das Projekt „Smart Senior“, das intelligente Assistenzsysteme für ein sicheres und einfaches Leben zu Hause erforschte. Ihr Engagement für die Gesundheit von Senioren begründete sie nicht nur mit ihrem medizinischen Interesse, sondern auch mit der Erkenntnis, dass Alte keine Lobby haben. 

 

Weitere Nachrichten zum Thema Altersmedizin

Aktuelle Nachrichten

Mehr zum Thema
 
Weitere Nachrichten

Klimaanlagen, Zigarettenqualm, langes Sitzen vorm PC-Bildschirm: So können situativ trockene Augen entstehen, die reiben und schmerzen. Trockene Augen können aber auch eine chronische Krankheit sein. Hier ein paar Tipps dazu von Experten.

 
Interviews
Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.


Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.
Logo Gesundheitsstadt Berlin