. Auszeichnung für Ehrenamtliche

Bundesverdienstkreuz für Berliner Krebssportgruppenleiterin

Für Ihr Engagement um den Berliner Behinderten- und Rehabilitationssport für Krebspatienten ist Edeltraud Sobora am 8. Februar 2011 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden. Thomas Härtel, Staatssekretär für Sport der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, überreichte die Ehrung.
Bundesverdienstkreuz für Berliner Krebssportgruppenleiterin

Edeltraud Sobora und Thomas Härtel (Foto: Berliner Krebsgesellschaft)

Edeltraud Sobora ist eine engagierte Mitbürgerin, die sich seit über 30 Jahren aufopferungsvoll für das Wohl krebskranker Menschen einsetzt. Wie dramatisch Krebs in das eigene Leben eingreifen kann, hat Frau Sobora durch eine Brustkrebserkrankung mit nur 39 Jahren selbst erfahren. Doch sie verzweifelte nicht an der Diagnose. Ihre eigenen Erfahrungen motivierten Sie, sich vor allem für Krebspatienten und ihre Genesung einzusetzen.

Edeltraud Sobora

Mit Begeisterung und Beharrlichkeit baute die diplomierte Sportlehrerin im Ostteil der Stadt den Rehabilitationssport in der Krebsnachsorge auf. So initiierte sie im damaligen Rehazentrum des Klinikums Berlin-Buch den Aufbau der ersten speziellen Wassergymnastikgruppe für Frauen nach Brustkrebs und gründete kontinuierlich weitere Gruppen, deren Betreuung sie selbst übernahm. 

1996 überführte Edeltraud Sobora die aufgebauten Rehaschwimmgruppen in den Berliner Turnverein Olympia e.V. und entwickelte in der Funktion der Abteilungsleiterin den neuen Fachbereich zur mitgliederstärksten Sektion des Vereins.

Bundesverdienstkreuz

Im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit koordinierte sie zwischenzeitlich 15 Schwimm- und Gymnastikgruppen. Es gelang ihr, viele Teilnehmer für die Betätigung als Übungsleiter zu gewinnen, so dass kontinuierlich neue Gruppen aufbaut werden konnten. Die Gruppen bilden heute einen festen Bestandteil des Nachsorgeangebotes der Berliner Krebsgesellschaft. Die Berliner Krebsgesellschaft hat Frau Soboras Arbeit von den Anfängen und bis heute ideell und finanziell unterstützt. Immer wieder berichteten Patienten dankbar vom Nutzen der speziellen Sportangebote. Jetzt wurde ihr Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt.

 

 

Weitere Nachrichten zum Thema Krebs

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
60-Stunden-Woche für Krankenschwestern, doppelt so lange Wartezeiten beim Hausarzt: Dieses Szenario könnte schon in einem Jahrzehnt Realität werden, wenn das Gesundheitssystem nicht entschlossen reagiert. Schon jetzt ist das Angebot an freien Stellen hier zweieinhalbmal so groß wie der Zahl der Bewerber.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Kliniken
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.
Kinder suchtkranker Eltern sind besonderen Belastungen ausgesetzt und haben ein hohes Risiko, später selbst eine Sucht oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler über die Situation betroffener Kinder und die Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten gesprochen.
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.