. Gesellschaft ohne Altersgrenzen

Bundesfamilienministerin Schröder startet in Berlin Europäisches Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012

Am 6. Februar eröffnete Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in Berlin das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen 2012. "Mit dem aktiven Altern kann man nicht früh genug beginnen. Wir müssen aufhören zu denken, es gäbe hier ein 'Wir' und dort wären die 'Alten'. Das neue 'Wir' hat keine Altersgrenze", betonte Schröder.
Europäisches Jahr 2012

Europäisches Jahr 2012

Insbesondere hob Schröder die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements Älterer für die Gesellschaft hervor. Nur wenn es gelinge, die richtigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, könne der demografische Wandel erfolgreich gemeistert werden. Bei dieser Gelegenheit verwies Schröder auf den Erfolg des Bundesfreiwilligendienstes, der keine Altersgrenze vorsieht und der inzwischen zu rund acht Prozent durch Freiwillige über 50 besetzt werde.

Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität

Robert Anderson von der European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions (Eurofound) stellte das aktuelle "Eurobarometer Aktives Altern"  vor. Dieses ergab, dass das ehrenamtliche Engagement der Altergruppe "55plus" in Deutschland besonders ausgeprägt ist - über 41 Prozent dieser Altersgruppe engagieren sich. Die von Älteren erbrachten Leistungen in der Familie, nämlich die Pflege von älteren Angehörigen und Enkelkindern, sind bereits jetzt eine tragende Säule der Gesellschaft. Die von den Ältereren erbrachten Leistungen seien mit staatlichen Mitteln allein überhaupt nicht zu finanzieren, die Einbindung Älterer in allen europäischen Gesellschaften daher unausweichlich. "Wir brauchen die Älteren unbedingt",  betonte Generationenforscherin Pasqualina Perrig-Chiello, die in der Eröffnungsveranstaltung Ergebnisse des Forschungsprogramms "Generationenbeziehungen" des Schweizerischen Nationalfonds vorstellte.

 

Potenziale älterer Menschen

Das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 zielt darauf ab, die Potenziale älterer Menschen angemessen wahrzunehmen und für die Gesellschaft fruchtbar zu machen. Neben dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird es in Deutschland von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) e.V. sowie von der Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. getragen.

Das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 geht auf einen Beschluss von Ministerrat und Europäischem Parlament zurück. Das nationale Arbeitsprogramm umfasst 46 Projekte zu den Themen Teilhabe älterer Menschen in Arbeitswelt und Zivilgesellschaft, Abbau altersbezogener Klischees, Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen, Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und Generationensolidarität. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt für die erfolgreiche Umsetzung der Projekte insgesamt 890.000 Euro zur Verfügung. (fvb)

Weitere Informationen unter: www.bmfsfj.de und www.ej2012.de

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