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15.08.2018

Brustkrebs: Brustwiederaufbau gut für die Psyche

Ein Brustwiederaufbau nach einer Brustkrebsoperation wirkt sich offenbar positiv auf die Psyche der betroffenen Frauen aus. In Studien konnte eine geringere Rate an Ängsten und Depressionen festgestellt werden.
Brustwiederaufbau, Psyche

Weniger Ängste, weniger Depressionen: Frauen mit Brustkrebs profitieren vom Brustwiederaufbau

Nicht immer können Ärzte Brustkrebs brusterhaltend operieren. Bei fortgeschrittenem Brustkrebs muss oft die gesamte Brust entfernt werden. Ob ein Brustwiederaufbau möglich ist, darüber entscheidet nicht nur der Wunsch der betroffenen Frauen. Weitere Erkrankungen wie Diabetes, Herzleiden oder Gefäßkrankheiten sind Kontraindikationen für eine Brustrekonstruktion. Auch Rauchen spricht in der Regel gegen einen Brustwiederaufbau.

Wie wichtig eine Rekonstruktion der Brust für die Lebensqualität der Frauen ist, haben nun chinesische Forscher in einer Meta-Analyse untersucht. Demnach waren Frauen, deren Brust nach der Brustkrebsoperation wiederaufgebaut wurde, deutlich seltener von Ängsten und Depressionen betroffen als Patientinnen ohne den Wiederaufbau.

Fünf Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen

Für die Studie suchten die Forscher in medizinischen Datenbanken nach Studien, die sich mit diesem Thema beschäftigten. 5 Studien mit insgesamt 1.125 Patientinnen waren verwertbar und konnten ausgewertet werden. Von den Studienteilnehmerinnen hatten sich 551 Frauen nach der Brustentfernung für einen Wiederaufbau der Brust entschieden. Bei den anderen 574 Frauen war die Brust ohne anschließende Rekonstruktion vollständig entfernt worden.

 

Weniger Ängste und Depressionen

Die Daten zeigen, dass die Frauen mit einer wiederhergestellten Brust deutlich seltener an Ängsten und Depressionen litten als die Vergleichsgruppe. Ihr Risiko an einem der psychischen Leiden zu erkranken, war also wesentlich geringer.

„Die psychologischen Folgen einer Brustentfernung konnten durch einen Brustaufbau wirksam verhindert werden“, schlussfolgert das Team um Prof. Chen im Magazin „Breast Cancer“, wo die Studie im Juli erschienen ist. Der Originaltitel lautet: "Meta-analysis for psychological impact of breast reconstruction in patients with breast cancer."

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 70.000 Frauen an Brustkrebs. Dank des Screenings können immer mehr Tumore in frühen Stadien gefunden werden. Damit steigen die Chancen für eine brusterhaltende Operation ebenso wie für ein längeres Überleben.

Foto: © offstocker - Fotolia.com

Autor: ham
Hauptkategorie: Medizin
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