. Gelbfieber-Ausbruch

Brasilien-Reisende an Gelbfieber verstorben

Der Gelbfieber-Ausbruch in Brasilien hat nun auch Reisenden das Leben gekostet. Nach Informationen des Centrums für Reisemedizin sind zwei Chilenen in der Nähe von Rio de Janeiro verstorben. Das CRM rät Touristen zu einer Gelbfieber-Impfung.
Gelbfieber, Brasiliien

Das Wahrzeichen von Rio de Janeiro: Der Gelbfieber-Ausbruch in Brasilien macht auch vor der Metropole nicht Halt

Der Gelbfieber-Ausbruch in Brasilien kostet immer mehr Menschen das Leben. Nun wurde erstmals der Tod von zwei Brasilien-Reisenden bekannt. Nach Informationen des Centrums für Reisemedizin (CRM) handelt es sich um einen 35-jährigen und ein 20-jährigen Chilenen. Die beiden Männer haben sich demnach seit Dezember auf der Isla Grande, vor der Südküste von Rio de Janeiro, aufgehalten und seien dort an Gelbfieber verstorben, hieß es. Ein Argentinier, ein Rumäne und ein Schweizer haben sich vermutlich in derselben Region infiziert.

Infektionszahlen steigen seit Januar

Im Januar war ein Tourist nach seiner Rückkehr aus Brasilien in den Niederlanden erkrankt. Er hatte sich seit Mitte Dezember im Bundesstaat Sao Paulo und dort auch in der Stadt Mairipora aufgehalten. Mitte Februar wurden weitere Infektionen bei Touristen bekannt. Zu diesem Zeitpunkt wurde die erste Infektion in der Stadt Sao Paulo bestätigt.

In den Regionen Sao Paulo, Minas Gerais, Rio de Janeiro, Espirito Santo und im Federal District wurden seit Juli letzten Jahres offiziell 723 Infektionen inklusive 237 Todesfällen bestätigt. Die meisten Fälle wurden im Januar und Februar registriert.

Die brasilianischen Gesundheitsbehörden haben die Bevölkerung zur Impfung aufgefordert. Zuvor waren in der Region zahlreiche Affen an der Infektion verendet. Zwischen Dezember 2016 und August 2017 wurde der größte Gelbfieberausbruch der letzten 30 Jahre verzeichnet. Am stärksten betroffen war der Südosten des Landes. Derzeit wird noch für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.

Impfung 10 Tage vor Reiseantritt

Die Impfung sollte mindestens zehn Tage vor Reiseantritt erfolgen. Zudem sollten Reisende Maßnahmen treffen, um Mückenstiche zu vermeiden und sich für mögliche Symptome von Gelbfieber sensibilisieren, rät das CRM.

Gelbfieber wird durch Stechmücken übertragen. Die Infektion beginnt plötzlich mit hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl. Manchmal heilt sie von alleine aus. Für viele kann Gelbfieber jedoch lebensgefährlich werden. Komplikationen wie Gelbsucht, Blutungen Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nieren-Versagen führen oft zum Tod.

Gelbfieber unterliegt einer strengen internationalen Meldepflicht. Nach den jüngsten WHO-Bestimmungen reicht eine einmalige Impfung aus und muss nicht wie früher alle zehn Jahre wiederholt werden.

Foto: pixabay

Autor: ham
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