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Botox gegen Migräne - neue Analyse bestätigt Wirksamkeit

Botox ist nicht nur für die Schönheitsindustrie interessant, sondern kann auch bei der Behandlung von Schmerzen wirksam sein. So stellt Botox bei Migräne eine Möglichkeit der Prophylaxe dar.
Bei Migräne kann Botox helfen

Bei Migräne kann Botox helfen

Seit einiger Zeit gibt es für Patienten mit chronischer Migräne die Möglichkeit, zur Prophylaxe gegen die Schmerzanfälle Botox-Injektionen (Botulinumtoxin A) zu erhalten. Seit vergangenem September ist Botox für Patienten mit chronischer Migräne, die auf eine andere Medikamentation nicht oder nur unzureichend ansprechen oder diese nicht vertragen, zugelassen. Eine aktuelle Metaanalyse hat nun die Wirksamkeit von Botox bei Migräne bestätigt.

Für die Untersuchung wurden 27 Studien mit insgesamt 5313 Teilnehmern ausgewertet. Von ihnen litten 1544 an einer chronischen Migräne, die anderen unter nur episodisch auftretender Migräne, chronischem Spannungskopfschmerz oder anderen Arten von Kopfschmerzen. Im Durchschnitt waren die Migräne-Patienten, die mit Botox behandelt wurden, zwei Tage im Monat weniger krank als Migräne-Patienten, die keine Injektionen erhielten. Allerdings wirkten die Injektionen auch nur bei der chronischen Migräne, also bei Patienten, die mindestens 15 Tage im Monat betroffen waren. Bei bloss episodisch auftretenden Migräneanfällen oder anderen Formen von Kopfschmerzen zeigte Botox keine Wirkung.

Botox hat weniger Nebenwirkungen als andere Migräne-Medikamente

Botox sollte daher nur bei häufigen Migräneattacken angewendet werden, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Zudem sollte die Behandlung immer von erfahrenen Kopfschmerzspezialisten durchgeführt werden. Zwar hat Botox im Vergleich zu herkömmlichen Schmerzmedikamenten weniger Nebenwirkungen, aber dennoch ist Vorsicht geboten. In seltenen Fällen kann es zu unerwünschten Effekten wie Spannungsgefühlen der Haut, Schmerzen in den Hautnerven oder Nackensteifigkeit kommen.

In Deutschland leiden etwa acht Millionen Menschen an Migräne. Frauen sind etwa dreimal so häufig betroffen wie Männer. Chronische Migräne kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen und ist bis heute nicht heilbar. Neben den starken, meist halbseitigen, oft als unerträglich empfundenen Schmerzen treten bei den Betroffenen während eines Anfalls oft Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit auf. Zu den häufigsten Auslösern von Migräne gehören Stress und hormonelle Schwankungen. Weitere Triggerfaktoren können bestimmte Lebensmittel, Rotwein oder Zusatzstoffe in der Nahrung sein.

Foto: malyugin/fotolia.com

 
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