. Experten diskutieren Wissensexplosion in der Onkologie

Boom von Innovationen zur Behandlung von Krebserkrankungen

In der Onkologie findet derzeit ein wahrer Forschungs- und Innovationsboom statt. Gleichzeitig nimmt die Halbwertszeit des medizinischen Wissens dramatisch ab. Das stellten die deutschsprachigen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie bei ihrer Jahrestagung in Basel fest.
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Patienten sollen mitentscheiden: Welche Krebsvorsorge ist für mich richtig?

„Was wir derzeit erleben, ist nicht das Fehlen von Innovationen, sondern vielmehr die dramatische Zunahme von Wissen, beispielsweise bei der Entwicklung von monoklonalen Antikörpern oder immuntherapeutischen Substanzen. Dabei werden die uns zur Verfügung stehenden Wirkstoffe in ihrer Wirksamkeit immer spezifischer, was wir uns bei der Targeted Therapy zunutze machen", so Professor Mathias Freund, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie).

Diese wachsende Komplexität in der Krebstherapie bringt nach Ansicht der Experten neue Herausforderungen für den Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis mit sich. „Unsere Patienten warten auf neue wirksamere Medikamente. Zunächst müssen wir die praktischen Anwendungsmöglichkeiten der neu verfügbaren Substanzen aber prüfen und dann zeitnah Therapieschemata entwickeln. Wir haben also viel vor in den nächsten Monaten und Jahren“, so Professor Diana Lüftner, Vorsitzende der DGHO.

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