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Blutzucker-Check statt Dialyse

Montag, 15. März 2010 – Autor:
Nierenkrankheiten sind bei Diabetikern nach Amputationen die zweithäufigste Komplikation. Anlässslich des Weltnierentages am 11. März 2010 empfahl DiabetesDE in Berlin Diabetikern einen regelmässigen Nierencheck. Der Weltnierentag stand unter dem Motto: "Damit die Nieren länger funktionieren: Ich mach' den Blutzucker-Check!"
Diabetiker sollten sich regelmässig die Nieren checken lassen

Diabetiker sollten sich regelmässig die Nieren checken lassen

 

In Deutschland sind Diabetiker die grösste Gruppe der Patienten, die an die Dialyse müssen oder sogar eine neue Niere benötigen. Gegenwärtig sind etwa 20.000 Diabetiker davon betroffen. Denn Nierenerkrankungen werden bei ihnen heute noch zu spät diagnostiziert und in ihrer Bedeutung unterschätzt. Darauf macht diabetesDE anlässlich des Weltnierentags am 11. März 2010 aufmerksam.

Nierenerkrankungen und Diabetes

Bei einem diabetischen Nierenleiden kommt es durch hohen Zuckergehalt im Blut und hohen Blutdruck zu einer Schädigung der kleinsten Blutgefässe in den Nieren. Die "Klärleistung" der Niere nimmt dadurch ab, Blutdruck und Blutfette steigen an. Die ersten Schäden zeigen sich darin, dass die Nieren nicht mehr richtig filtern und Eiweiss im Urin auftritt. Bereits viele Jahre bevor schwere Schäden sichtbar werden, weisen geringe Mengen von Albumin - einem speziellen Eiweiss im Urin - auf das kommende Risiko hin.

 

Blutzucker-Check

Um das Risiko frühzeitig zu erkennen, sollten Diabetiker mindestens einmal im Jahr ihren Urin auf seinen Albumingehalt hin untersuchen. Und um eine Schädigung der Nieren von vornherein zu vermeiden, sollten Diabetiker ihre Blutzucker-, Blutfett- und Blutdruckwerte senken. Als Zielwert für den Blutdruck gilt 130/80 mmHg. Ausserdem sollten Menschen mit Diabetes bei ihrer Ernährung darauf achten, dass ihre Kochsalz- und Eiweisszufuhr nicht die ärztliche Empfehlung überschreitet, rät DiabetesDE. Auch Rauchen fördert die Entstehung und das Fortschreiten von Nierenerkrankungen.

Etwa 30 bis 40 Prozent aller Diabetiker entwickeln nach einer Krankheitsdauer von 15 bis 20 Jahren eine "diabetische Nephropathie". Dadurch steigt auch ihr Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Daher empfahl diabetesDE zum Weltnierentag allen Diabetikern, ihren behandelnden Arzt auf ihre Nieren anzusprechen. Nur so lassen sich die Häufigkeit und Auswirkungen von Nierenerkrankungen und die damit verbundenen gesundheitlichen Probleme verringern.

Mehr Infos unter:

http://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/begleiterkrankungen/nierenleiden/
http://www.weltnierentag.de/

 

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