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Bluthochdruck - erst messen, dann handeln

Er steckt hinter jeder zweiten Herzerkrankung und jedem zweiten Schlaganfall: Bluthochdruck. Anlässlich des Welt Hypertonie Tags 2014 informiert jetzt die Deutsche Hochdruckliga, wie sich die gefährliche Volkskrankheit vermeiden und behandeln lässt.
Bluthochdruck: Erst messen, dann handeln

Wer zu Hause den Blutdruck misst, entkommt dem Weißkitteleffekt

Jeder sollte seine Blutdruckwerte kennen und regelmäßig Messungen durchführen lassen. Das ist die vielleicht wichtigste Botschaft der Deutschen Hochdruckliga anlässlich des Welt Hypertonie Tags 2014, der wie jedes Jahr am 17. Mai begangen wird. Denn nur durch regelmäßige Blutdruckmessungen könne Bluthochdruck rechtzeitig erkannt und adäquat behandelt werden. „Oft kann bereits eine Umstellung der Lebensgewohnheiten eine Blutdrucksenkung erzielen: Salz- und cholesterinarme Ernährung, regelmäßiges Laufen oder Schwimmen gehen, Nichtrauchen und bei Übergewicht Abnehmen“, so Prof. Dr. med. Reinhold Kreutz, Vorstand Deutsche Hochdruckliga.

Leichte Senkung des Bluthochdrucks bewirkt viel

Sollten diese Schritte nicht die gewünschten Ziel-Werte bringen, ist dem Experten zufolge eine medikamentöse Behandlung erforderlich. Schon eine leichte Senkung des Blutdrucks von 5 mmHg kann Folgeschäden vorbeugen. Die DEGS1 Studie hat gezeigt, dass sich damit das Schlaganfall-Risiko um bis zu 14 Prozent senken lässt, das Herzinfarkt-Risiko um bis zu neun Prozent.

Experten der Hochdruckliga empfehlen, neben der ärztlichen Messung und Beratung auch in regelmäßigen Abständen zu Hause die Werte zu prüfen. Denn die Messwerte sind beim Arzt durch den „Weißkittel-Effekt“ meist höher als im Alltag. Am besten eignen sich dafür geprüfte Messgeräte, um korrekte Werte zu erhalten. Die Deutsche Hochdruckliga testet regelmäßig Geräte und vergibt entsprechende Prüfsiegel. Die Experten empfehlen außerdem, die Werte in einen Blutdruckpass einzutragen.

 

Bis zu 30 Millionen Bundesbürger haben Bluthochdruck, jeder zweite weiß nichts davon

Bluthochdruck liegt vor, wenn Messungen in der Arztpraxis wiederholt Werte von 140/90 mmHg und mehr ergeben. Das ist bei rund 20 bis 30 Millionen Bundesbürger der Fall. Laut Hochdruckliga weiß aber nur jeder zweite Betroffen, dass er überhaupt Bluthochdruck hat und nicht einmal die Hälfte aller Patienten, die davon wissen, lassen sich von ihrem Arzt behandeln. Dabei kann unbehandelter Bluthochdruck auf Dauer zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen – die Todesursache Nummer eins in Deutschland. Er wird für 54 Prozent aller Schlaganfälle sowie für 47 Prozent aller Herzkranzerkrankungen verantwortlich gemacht. Nach WHO-Angaben sterben weltweit  jährlich über neun Millionen aufgrund eines überhöhten Blutdrucks.

Foto: © jd-photodesign - Fotolia.com

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