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23.08.2019

Blutdruck-Kontrolle in der Lebensmitte könnte Demenz-Risiko senken

Den Blutdruck in der Lebensmitte gut zu kontrollieren könnte das Demenz-Risiko senken. Das zeigt eine britische Studie. Ein ab Mitte 30 steigender Blutdruck schadet der Gehirngesundheit.
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Bereits ab dem Alter von 36 Jahre kann ein steigender Blutdruck ungünstige Auswirkungen auf die Gehirngesundheit haben

Wenn der Blutdruck ab Mitte 30 ansteigt und zwischen Anfang 40 und Anfang 50 Bluthochdruck vorliegt (ab 140/90 mmHg), verschlechtert das die Gehirngesundheit. Dieser Befund ist mit einem erhöhten Demenz-Risiko verbunden. Den Blutdruck in der Lebensmitte besser zu kontrollieren könnte folglich das Demenz-Risiko senken.

Das ergab die britische Langzeit-Studie Insight 46, eine Teilstudie der ältesten noch laufenden britischen Geburtskohortenstudie MRC National Survey of Health and Development (NSHD). Die Forscher vom University College London verfolgten 502 Teilnehmer der NSHD, die alle in derselben Woche im Jahr 1946 geboren wurden.

Größe des Gehirns und Blutgefäßschäden untersucht

Im Alter von 36, 43, 53, 60 bis 64 und 69 Jahren wurde der Blutdruck aller Teilnehmer gemessen. Außerdem wurde ihr Gehirn untersucht. Keiner der Teilnehmer litt zu Beginn der Studie an Demenz.

Gehirnscans suchten nun nach Ansammlungen des Alzheimer-Proteins Amyloid im Gehirn. Sie bewerteten auch die Größe des Gehirns - ein Indikator für die Hirngesundheit - und das Vorhandensein von Blutgefäßschäden.

 

Blutdruck-Kontrolle in der Lebensmitte könnte Demenz-Risiko senken

Im Alter von 70 Jahren wurde das Gehirn der Teilnehmer erneut untersucht. Es zeigte sich, dass ein höherer Blutdruck im Alter von 53 Jahren und ein schnellerer Anstieg des Blutdrucks zwischen 43 und 53 Jahren mit mehr Läsionen der Blutgefäße im Gehirn assoziiert waren. Ein größerer Anstieg des Blutdrucks ab 36 und ein höherer Blutdruck im Alter von 43 Jahren waren außerdem mit kleineren Gehirnvolumina verbunden.

Das bedeutet: Den Blutdruck in der Lebensmitte besser zu kontrollieren könnte das Demenz-Risiko senken. Der erhöhte Blutdruck stand nicht mit der Ansammlung von Amyloid-Plaques im Gehirn im Zusammenhang, auch waren damit - zumindest im Alter von 70 - noch keine kognitiven Probleme verbunden.

Intervention zur Maximierung der Gehirngesundheit

Studien-Autor Prof. Jonathan Schott vom UCL Queen Square Institute of Neurology sagte dazu: "Wir wissen jetzt, dass Schäden, die durch hohen Blutdruck entstehen, wahrscheinlich durch Veränderungen der Blutgefäße und der Gehirnarchitektur verursacht werden. Die Überwachung des Blutdrucks und Interventionen zur Maximierung der Gehirngesundheit im späteren Leben müssen mindestens ab der frühen Lebensmitte erfolgen."

Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin Lancet Neurology veröffentlicht. Insight 46 wird die Teilnehmer in den kommenden Jahren weiterhin beobachten, um zu untersuchen, ob Menschen mit schlechterer Gehirngesundheit anfälliger für kognitiven Verfall und Demenz sind.

Foto: stokkete/fotolia.com

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