Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Bitterschokolade könnte den Blutdruck senken

Der Genuß von Bitterschokolade könnte den Blutdruck senken. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Die Probanden verzehrten dabei Schokolade mit einem Kakao-Anteil von 55 oder 90 Prozent.
bitterschokolade, dunkle schokolade, kakao, kakaobohnen

Der Kakao-Anteil in der Schokolade hat Einfluss auf den gesundheitlichem Nutzen der Süßigkeit

Der Genuß von Bitterschokolade könnte den Blutdruck senken. Das ist zumindest das Ergebnis einer aktuellen Studie. An der nahmen 30 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 27 Jahren teil. Sie aßen 30 Tage lang täglich 20 g Schokolade.

Die eine Hälfte erhielt dabei Schokolade mit einem Kakao-Anteil von 55 Prozent. Der Gehalt an dem Flavonol Epicatechin betrug dabei 12,6 mg pro Gramm. Die andere Hälfte aß Schokolade mit einem Kakao-Anteil von 90 Prozent, die 18,2 mg des Flavonols Epicatechin pro Gramm enthielt.

Sekundäre Pflanzenstoffe wirken gesundheitsfördernd

Flavonole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die antioidativae Effekte haben und gesundheitsfördernd wirken sollen. Epicatechin steht dabei mit der kardiovaskulären Gesundheit in Verbindung.

Die Teilnehmer waren gesunde Erwachsene mit einem durchschnittlichen Body-Mass-Index von 23. Während der Testphase sollten sie keine Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, die ebenfalls Flavonole enthalten wie Beeren, Tee, Kaffee oder Rotwein.

 

Elastizität der Blutgefäße verbesserte sich

Der Blutdruck sank in beiden Gruppen, in der 90-Prozent-Kakao-Gruppe aber stärker. In der Gruppe mit niedriger Dosis wurde der durchschnittliche systolische Blutdruck um 2,4 mmHg und der diastolische Blutdruck um 1,7 mmHg reduziert. In der Hochdosisgruppe verringerte sich der durchschnittliche systolische Blutdruck um 3,5 mmHg und der diastolische Blutdruck um 2,3 mmHg.

In der 90-Prozent Kakao-Gruppe waren die Arterien der Probanden nach Studienende messbar elastischer, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu einem späteren Zeitpunkt verringern könnte. Auch die ventrikulo-arterielle Kopplung, die die Dynamik des Blutflusses in den Gefäßen beschreibt, war in der 90-Prozent-Gruppe stärker verbessert.

Könnte Bitterschokolade könnte den Blutdruck senken?

Zwar senkte die Bitterschokolade im Vergleich zu der Schokolade mit niedrigerem Kakao-Anteil stärker den Blutdruck, um das Ergebnis zu untermauern sind jedoch größere Studien mit mehr Probanden nötg. Beim Schokoladenverzehr ist außerdem der Kaloriengehalt zu beachten. Außerdem enthielten 20g der Bitterschokolade in der Studie 10g Fett, davon 6g gesättigtes Fett.

Die Studie wurde von Forschern des Polytechnischen Instituts von Coimbra in Portugal und der Universität Göteborg in Schweden durchgeführt und im Fachmagazin Nutrition veröffentlicht.

Foto: Sebastian Duda/ fotolia.com

Autor: bab
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ernährung
 

Weitere Nachrichten zum Thema Kakao

02.10.2018

Besonders im Winter sind viele Menschen nicht mit ausreichend Vitamin D versorgt. Das kann das Risiko für Erkrankungen erhöhen. Forscher fanden eine neue Quelle für Vitamin D: Kakao.

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Noch nie haben sich in Deutschland so viele Menschen nach Zeckenbissen im Grünen mit Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) angesteckt wie 2020 – und Experten befürchten eine weiter steigende Tendenz. Neu ist: Die nur durch Zecken übertragene und im schlimmsten Fall tödliche Form der Hirnhautentzündung wandert Richtung Norden – und tritt in der Natur verstärkt in größeren Höhen auf.


In den vergangenen 30 Jahren hat sich der Anteil der Geburten per Kaiserschnitt in Deutschland fast verdoppelt – auf zuletzt fast 30 Prozent. Der Richtwert der WHO liegt bei 15 Prozent. Geburtsspezialisten der Medizinischen Hochschule Hannover raten jedoch, pro und contra in jedem Einzelfall besonnen gegeneinander abzuwägen. Ein Kaiserschnitt sei „nicht automatisch besser“ und „in vielen Fällen medizinisch nicht notwendig“.
 
Interviews
Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.


Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.
Logo Gesundheitsstadt Berlin