. Rheumatoide Arthritis

Biologika gegen RA senken auch kardiales Risiko

Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) haben ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen. Doch eine wirksame Behandlung mit Biologika kann das kardiale Risiko wieder auf Normalmaß senken. Das ergab eine schwedische Studie.
Rheumatoide Arthritis und kardiales Risiko

Biologika können Patienten mit Rheumatoider Arthritis auf vielfältige Weise nützen

Etwa 1,5- bis 2-fach erhöht ist das Risiko von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA), zusätzlich kardiovaskuläre Erkrankungen wie einen Herzinfarkt oder Angina Pectoris zu entwickeln. Zurückgeführt wird dies unter anderem auf die erhöhten Entzündungswerte bei Rheumatoider Arthritis. Forscher um Lotta Ljung vom Karolinska-Institut in Stockholm wollten nun herausfinden, ob durch eine erfolgreiche Behandlung der Patienten mit Biologika auch ihr Risiko für ein akutes Koronarsyndrom (ACS) gesenkt werden kann.

Risiko für Herzinfarkte signifikant reduziert

Die Wissenschaftler analysierten die Daten von 6864 Rheumapatienten, die in den Jahren 2001 bis 2012 mit einer Biologika-Therapie (TNF-Inhibitoren) begonnen hatten. Die Forscher analysierten die Entwicklung der Rheumatoiden Arthritis und suchten nach Zusammenhängen zwischen dem Krankheitsverlauf und dem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wie einem akuten Myokardinfarkt oder einer Angina Pectoris. Andere kardiovaskuläre Risikofaktoren wurden aus der Analyse herausgerechnet.

Es zeigte sich, dass 2682 Patienten gut auf die Biologika-Therapie angesprochen hatten. Bei ihnen war das kardiale Risiko im Jahr nach Therapiebeginn um 50 Prozent niedriger als bei den sogenannten Therapieversagern. Nach zwei Jahren war bei den Patienten mit guter Therapieantwort das Risiko immerhin noch um 30 Prozent reduziert.  

Vorteile nur bei optimaler Therapieantwort auf RA-Therapie

Bei den Studienteilnehmern, die nur eine moderate Therapiereaktion auf die Biologika zeigten, ergab sich ein ähnlich hohes kardiales Risiko wie bei den Non-Respondern. Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung hatten die Probanden, die nur gering oder gar nicht von der Biologika-Therapie profitierten, ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Herzinfarkt und Co. Bei Patienten mit guter Therapieantwort dagegen unterschied sich das Risiko nach einem Behandlungsjahr hingegen nicht von dem der Allgemeinbevölkerung.

Biologika sind gentechnisch hergestellte Medikamente, die gezielt in das Immunsystem eingreifen. Sie werden hauptsächlich zur Behandlung von Krebs und entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Viele Patienten mit Rheumatoider Arthritis profitieren von dieser Therapiemöglichkeit. Doch aufgrund ihrer hohen Kosten werden Biologika nur bei etwa 20 bis 30 Prozent der Betroffenen eingesetzt.

Foto: © hriana - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
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