. Lebererkrankungen

Bewegung und Diät wirken Fettleber entgegen

Die Fettleber ist die häufigste Lebererkrankung in Deutschland und doch vielen Menschen unbekannt. Durch gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung kann ihr vorgebeugt werden. Teilweise ist sogar eine Heilung dadurch möglich.
Fettleber

Eine Fettleber bleibt häufig lange unentdeckt

Viele Menschen ahnen nichts davon, dass sie unter einer Fettleber leiden – obwohl diese ernsthafte Folgen haben kann, wie die Deutsche Leberstiftung berichtet. Ausgelöst wird die Fettleber häufig durch Bewegungsarmut und ungesunde Ernährung. Das kann sogar schlanke Menschen betreffen. „Zu den Ursachen, die meistens in Kombinationen zu einer Fettlebererkrankung führen, zählen neben falscher Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht starker Alkoholkonsum oder auch ein bestehender Diabetes mellitus“, erklärt Professor Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung, und führt weiter aus: „Eine Fettlebererkrankung kann auch durch seltene genetische Ursachen bedingt sein. Dies sollte insbesondere bei schlanken Patienten mit ausgeprägter Fettleber berücksichtigt werden.“

Fragen Sie beim Arzt nach Ihrer Lebergesundheit!

Leberexperten sind sich einig: Nur ein Arztbesuch kann Gewissheit geben. Damit eine erkrankte Leber noch in einem frühen Stadium der Erkrankung entdeckt und durch einen veränderten Lebensstil geheilt werden kann, ist der Test der Leber-Blutwerte wichtig. Dieser gehört in der Regel nicht zu den Routine-Untersuchungen. Speziell übergewichtige Menschen und Patienten mit Diabetes sollten beim Arztbesuch eine mögliche Lebererkrankung abklären.

Bislang gibt es keine anerkannte medikamentöse Behandlung der Fettleber. Zwar befinden sich verschiedene Medikamente in der Entwicklung, doch bis zu einer möglichen Anwendung am Patienten dauert es noch. Dennoch kann einer Fettleber entgegengewirkt werden, nämlich durch eine Reduzierung des Körpergewichts, mehr Bewegung und gesündere Ernährung. Das beugt auch einer Leberfibrose vor bzw. kann diese verbessern.

 

Fettleber kann zu Leberfibrose und Leberkrebs führen

Mediziner unterscheiden zwischen einer nicht-alkoholischen Fettleber (NAFL) und einer alkoholischen Fettleber (AFL) – häufig ist es schwierig, diese Unterscheidung eindeutig zu treffen. Im ersten Stadium der Erkrankung handelt es sich bei beiden Erkrankungsvarianten um eine reine Fettleber, die keine entzündlichen Reaktionen aufweist.

In der nächsten Phase, die jeder zweite Betroffene entwickelt, zeigt die Leber bereits entzündliche Reaktionen - man spricht dann von einer Steatohepatitis. Aus dieser Fettleberhepatitis kann sich eine Leberfibrose (Bindegewebsvermehrung) und im weiteren Verlauf eine Leberzirrhose (Vernarbung der Leber) entwickeln. Auch Leberzellkrebs zählt zu den möglichen Folgeerkrankungen einer entzündeten Fettleber.

Foto: CLIPAREA.com - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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