. Mensa-Essen

Besseres Essen in der Schule: Online-Portal präsentiert zertifizierte Produkte

Das Essen an Schulen ist ein Daueraufreger bei Eltern, Schülern und Lehrern. Nun stellt erstmals ein Online-Portal zertifizierte Produkte für eine gute Schulverpflegung vor. WhatsEAT.de möchte bei der Auswahl der Gerichte helfen und eine hohe Qualität der Lebensmittel sicherstellen.
Schulessen, Mensa, whatsEAT

Die Qualität des Schulessens lässt oft zu wünschen übrig

Chicken-Nuggets, Fischstäbchen, Schnitzel mit Pommes – nicht selten sieht so der Speiseplan an Schulmensen aus. Gesund ist das nicht, auch wenn viele Kinder das Essen mögen. Aber oft ist nicht einmal das der Fall, und die Kids klagen über zerkochtes, matschiges Essen ohne Geschmack. Daher ist das Mensa-Essen an Schulen immer wieder ein Thema bei Elternabenden. Eine wirklich befriedigende Lösung wird jedoch selten gefunden. Nun versucht ein Online-Portal, den Verantwortlichen bei der Auswahl qualitativ hochwertiger und schmackhafter Gerichte zu helfen.

Zertifikat soll hohe Lebensmittelqualität sichern

Auf der Website www.whatsEAT.de werden Produkte aufgelistet, die alle mit dem gleichlautenden, unabhängigen Markenzeichen ausgezeichnet wurden. Sie sollen eine hohe Ernährungsqualität garantieren und gleichzeitig leicht in den Schulen zuzubereiten sein. Um die Gesundheit und das natürliche Geschmacksempfinden der Heranwachsenden zu schützen, schließt das Markenzeichen die Verwendung zahlreicher Zusatzstoffe aus – auch solche, die nicht kennzeichnungspflichtig sind.

Entwickelt hat das Markenzeichen whatsEAT das wissenschaftliche Zentrum für Catering, Management und Kulinaristik (ZCMK) der Hochschule Fulda. Es stellt auf diesem Wege seine wissenschaftlichen Erkenntnisse aus zwei großen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekten der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das ZCMK führt auch die unabhängige Zertifizierung durch und vergibt das Markenzeichen. Ziel ist es, durch ein breites zertifiziertes Produktportfolio bundesweit die Basis für eine gute Schulverpflegung zu schaffen und Caterer wie Mensabetreiber dabei zu unterstützen, die richtigen Lebensmittel für ihren Speiseplan auszuwählen.

Lebensmittel mit zu viel Zucker werden ausgeschlossen

Über 30 Produkte von neun Herstellern sind bereits zertifiziert und über das Online-Portal abrufbar – inklusive Nährwertangaben sowie Hinweisen und Empfehlungen zur Einbindung der jeweiligen Lebensmittel in den Speiseplan. Vom vollwertigen Gericht über Nachspeisen bis hin zu Produkten der Zwischenverpflegung reicht das Sortiment. Überwiegend handelt es sich um Tiefkühlprodukte, aber auch Cook&Chill sowie frische Produkte sind verfügbar. Beim Verfahren des Cook&Chill werden die Speisen auf herkömmliche Weise zubereitet und gegart, dann aber auf eine Temperatur von unter vier Grad Celsius heruntergekühlt und erst unmittelbar vor dem Verzehr wieder erwärmt. Dieses Verfahren soll den Mensen eine relativ einfache Zubereitung bei gleichbleibend hoher Lebensmittelqualität ermöglichen.

In Zukunft soll das Angebot an Produkten noch weiter ausgebaut werden. Jedes Lebensmittel muss dabei drei Teststufen durchlaufen. Das ZCMK prüft zunächst die Produktqualität: Energiegehalt, Nährstoffverteilung pro Portion, zielgruppensensible Inhaltsstoffe, Salzgehalt, verwendete Zusatzstoffe, Fett- sowie Kohlenhydratqualität. In einer internen, sensorischen Analyse wird außerdem die Genussqualität anhand von Geruch, Geschmack, Aussehen und Mundgefühl untersucht. Allergenkennzeichnung und die Herkunftsangabe der Rohstoffe fließen ebenso in die Bewertung ein. Lebensmittel mit hohen Mengen an Zucker oder kritischen Zusatzstoffen werden von der Zertifizierung ausgeschlossen.

Den Schülern soll das Essen schmecken

Auch ein Tauglichkeitstest in der Küchenpraxis gehört zum Verfahren, damit die Lebensmittel in den Schulen gut verarbeitet werden können. Und nicht zuletzt ist der Geschmack der Schüler wesentlicher Bestandteil der whatsEAT-Zertifizierung. „Das ist auch der Grund, warum wir keine Hersteller zertifizieren, sondern immer das einzelne Produkt bewerten“, erklärt Professor Stephanie Hagspihl, Leiterin des ZCMK. Mindestens 100 Schülerinnen und Schüler müssen die Produkte für die Zertifizierung verkosten. Wer das Testprodukt in der Mensa wählt, kann dieses anschließend über einen Fragebogen bewerten. Schneidet das Produkt auch hier positiv ab, erhält es für drei Jahre das Markenzeichen "whatsEAT" und ist im Online-Portal abrufbar.

Foto: © WavebreakMediaMicro - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Prävention und Reha
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ernährung , Vitaminmangel , Übergewicht , Kinder

Anzeige
 

Weitere Nachrichten zum Thema Kinder und Essen

| Eine britische Studie liefert Hinweise darauf, dass hochgradig verarbeitete Lebensmittel und Fertiggerichte das Krebsrisiko erhöhen können. Eine eindeutige Kausalität konnte durch die Analyse allerdings nicht bewiesen werden. Dazu sind noch weitere Forschungen notwendig.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Mehrere Präparate des Blutdrucksenkers Valsartan mussten zurückgerufen werden, weil sie mit dem vermutlich krebserregenden Stoff N-Nitrosodimethylamin verunreinigt sind. Nun wurden weitere betroffene Valsartan-Präparate gefunden.
Auch Väter können am Baby-Blues leiden. Das geht aus einer US-Studie hervor. Schon lange bekannt ist, dass einige Mütter nach der Entbindung eine sogenannte postpartale Depression entwickeln.
Probiotika werden eine Reihe positiver Wirkungen auf unsere Gesundheit nachgesagt. Nun fanden Forscher heraus: Die „guten“ Keime können in falscher Zusammensetzung oder zu hoher Menge durchaus schwerwiegende Nebenwirkungen haben.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Anzeige
 

. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin, Konferenzraum1
. Interviews
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.