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Bessere Versorgung für ältere Menschen gefordert

Wie kann die medizinische Versorgung von älteren und hochbetagten Menschen verbessert werden? Über diese Frage haben sich die Gesundheitsminister der Bundesländer bei ihrer Konferenz in Bremen am Mittwoch und Donnerstag ausgetauscht.
Senioren im Gesundheitswesen

Die Gesundheitsminister der Länder wollen Senioren besser versorgt sehen.

„Der Anteil älterer und hochbetagter Menschen an der Bevölkerung wird größer. Dadurch verändern sich die Anforderungen an ihre gesundheitliche Versorgung“, so die Bremer Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt. Sie wies darauf hin, dass ältere Menschen häufiger von Mehrfacherkrankungen betroffen sind und oft mehrere Arzneimittel gleichzeitig einnehmen. „Das Ziel der gesundheitlichen Versorgung liegt in einer gut abgestimmten Behandlung, bei der der einzelne Patient mehr im Vordergrund stehen muss, um seine Lebensqualität auch im höheren Alter aufrechtzuerhalten“, so die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz 2017 (GMK) weiter.

Mehr Forschung zur Versorgung älterer Menschen nötig

Die Konferenz fordert, verbindliche Leitlinien für eine stärker evidenzbasierte Versorgung von älteren mehrfach erkrankten Menschen zu entwickeln. Denn sie stellte fest, dass es noch zu wenig Erkenntnisse darüber gebe, wie bestimmte Krankheiten bei älteren Menschen verlaufen und welche Wechselwirkungen Medikamente haben. Die Konferenz bittet daher auch das Bundesgesundheitsministerium, die bestehenden Maßnahmen für ein effektives Medikationsmanagement weiterzuentwickeln. Außerdem erwartet sie, dass das BMG und das Bundesforschungsministerium Anreize entwickeln, damit Mehrfacherkrankungen und damit zusammenhängende Wechselwirkungen gezielter erforscht werden.

Beschlossen wurde zudem, dass die Selbstverwaltungspartner ein strukturiertes, multiprofessionelles Versorgungsmanagement modellhaft erproben sollen. Prävention und Gesundheitsförderung wird dabei ein hoher Stellenwert eingeräumt. „Das Ziel der gesundheitlichen Versorgung liegt in einer gut abgestimmten Behandlung, um die Lebensqualität älterer Menschen aufrechtzuerhalten. Wir wollen erreichen, dass aus den vielen vorliegenden Daten nachhaltige Gesundheitskonzepte entstehen“, so die Vorstizende der Konferenz.

 

Weitere Themen: Kindergesundheit und Krankenhausinvestitionen

Weitere zentrale Themen der Konferenz waren unter anderem die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, die Weiterentwicklung der Telemedizin sowie die Vereinbarung eines gemeinsamen Investitionsprogramms von Bund und Ländern zur Weiterentwicklung der stationären Versorgung. Bei der Kindergesundheit stand die Prävention im Fokus. Unter anderem wünscht die GMK, dass mehr Übergewicht und Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen unternommen wird. Dazu soll die Bundesregierung, den Nationalen Aktionsplan INFORM (Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung) fortsetzen und ausbauen.

Beschlossen hat die Konferenz zudem, dass ein gemeinsames mehrjähriges Krankenhaus-Investitionsprogramm von Bund und Ländern auf den Weg gebracht wird. Vorgesehen ist, dass ab 2019 jährlich mindestens eine Milliarde Euro zusätzlich zu den jetzigen Krankenhausinvestitionen der Länder, hälftig von Bund und Ländern aus Steuermitteln bereitgestellt werden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll nach der Bundestagswahl entwickelt werden.

Foto: Rido – fotolia.com

Autor: Angela Mißlbeck
 

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