. Seelische Erkrankungen

Berliner Woche der Seelischen Gesundheit: Kinder und Jugendliche im Fokus

Psychische Erkrankungen kommen auch im Kindes- und Jugendalter häufig vor. Die Berliner Woche der Seelischen Gesundheit macht darauf aufmerksam und unterstützt Betroffene mit Informationen.
Jedes fünfte Kind leidet unter psychischen Problemen

Jedes fünfte Kind leidet unter psychischen Problemen

Seelische Erkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheiten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Erhebungen des Robert Koch-Instituts zufolge weisen 20 Prozent der unter 18-Jährigen psychische Auffälligkeiten auf. 10 Prozent zeigen sogar deutlich erkennbare psychische Störungen. Experten rechnen damit, dass diese Zahl in den nächsten Jahren noch zunehmen wird. Wie dramatisch die Folgen sein können, zeigt die Statistik: Schon heute ist der Suizid bei Kindern und Jugendlichen die zweithäufigste Todesursache nach dem Unfalltod.

Kinder und Jugendliche im Fokus

Zu den häufigsten psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen zählen unter anderem Ängste, Essstörungen und ADHS. Weitere häufige Probleme sind Alkohol-, Drogen und Computersucht. Aber auch Kinder von psychisch erkrankten Eltern leiden und brauchen häufig Hilfe. Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen können sich in ihrer Ausprägung und Symptomatik von den Störungen im Erwachsenenalter unterschieden. Zudem machen sie eine besondere Art des Umgangs und der Therapie nötig. Darauf macht unter anderem die diesjährige Berliner Woche der Seelischen Gesundheit aufmerksam.

Berliner Woche der seelischen Gesundheit mit über 100 Veranstaltungen

Die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen steht in diesem Jahr im Fokus der Berliner Woche der Seelischen Gesundheit, die anlässlich des Welttages der Seelischen Gesundheit stattfindet. Vom 10. bis zum 21. Oktober 2012 werden sich über 100 Einrichtungen und Initiativen vorstellen, über die verschiedenen psychischen Krankheiten aufklären und Hilfs- und Therapieangebote in Berlin aufzeigen. Ausserdem wird der Umgang mit psychisch erkrankten Menschen thematisiert, und es gibt spezielle Informationsangebote für Eltern, Erzieher, Sozialarbeiter und Lehrer.

Der Welttag der Seelischen Gesundheit findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Seit 1992 wird er jedes Jahr am 10. Oktober von der World Federation for Mental Health in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO organisiert, um über seelische Erkrankungen aufzuklären und Betroffenen zu helfen. Auch in diesem Jahr schliessen sich Dutzende von Städten und Regionen in Deutschland dem Aktionstag mit Informationsveranstaltungen und Tagen der Offenen Tür an.

Foto: prudkov/fotolia.com

Autor:
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Psychiatrie , Kinder

Weitere Nachrichten zum Thema Seelische Gesundheit

| Vorhofflimmern geht häufig mit Depressionen, Schlafstörungen und körperlicher Inaktivität einher. Dabei verstärken Depressionen die körperlichen Symptome. Das hat eine Studie des Kompetenznetzes Vorhofflimmern (AFNET) herausgefunden. Sie wurde im Fachblatt Europace veröffentlicht.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Um die psychologische Versorgung von Krebspatienten in Deutschland zu verbessern, wurde kürzlich das Projekt isPo (Integrierte, sektorenübergreifende Psychoonkologie) gestartet. Damit soll ein Konzept für eine flächendeckende psychoonkologische Versorgung entwickelt werden.
Händehygiene ist die einfachste und effektivste Maßnahme um die Übertragung von Keimen und Krankenhaus-Infektionen zu verhindern. Das meldet die Medizinische Universität Wien. Am 15. Oktober war Tag des Händewaschens.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender

Vivantes Klinikum im Friedrichshain, Raum 12.109/110 im Erdgeschoss, Landsberger Allee 49, 10249 Berlin
. Kliniken
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.
Kinder suchtkranker Eltern sind besonderen Belastungen ausgesetzt und haben ein hohes Risiko, später selbst eine Sucht oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler über die Situation betroffener Kinder und die Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten gesprochen.
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.