. Wissenschaftsstandort

Berlin bekommt drei neue Einstein-Zentren

Die Einstein-Stiftung wird in Berlin drei neue Forschungszentren einrichten: Geforscht wird künftig auf den Gebieten der Altertumswissenschaften, der Regenerativen Therapien sowie der Digitalisierung.
Einstein-Stiftung zieht Spitzenwissenschaftler nach Berlin, so wie Prof. Angelika Eggert hier im Bild. Nun kommen drei weitere Einstein-Zentren hinzu

Einstein-Stiftung zieht Spitzenwissenschaftler nach Berlin, so wie Prof. Angelika Eggert hier im Bild. Nun kommen drei weitere Einstein-Zentren hinzu

Berlin wird drei neue Einstein-Zentren bekommen. Zu den drei bestehenden Zentren für Mathematik, Katalyseforschung und Neurowissenschaften kommen nun die Zentren Altertumswissenschaften, Regenerative Therapien sowie Digitale Zukunft hinzu. Zwei davon haben mit Gesundheit zu tun: Das Einstein-Zentrum für Regenerative Therapien wird von der Charité koordiniert und das Einstein Center Digital Future von Charité und Berliner Institut für Gesundheitsforschung unterstützt. Beide Zentren sind interdisziplinär und institutionsübergreifend angelegt.

Charité hat Federführung bei Regenerativen Therapien

Das Einstein-Zentrum Regenerative Therapien will sich auf bislang ungelöste klinische Probleme konzentrieren. Zum Beispiel wenn körpereigene Heilungsprozesse durch Alter, Immunschwäche oder aus anderen Gründen beeinträchtigt sind. In dem Zentrum, das vom Berlin-Brandenburg Centrum für Regenerative Therapien der Charité getragen wird, sollen zunächst die Ursachen diverser Heilungsstörungen erforscht und anschließend neue Therapieansätze entwickelt werden. Nach Charité-Angaben soll insbesondere die Grundlagenforschung im Bereich der Stammzellforschung vorangebracht werden. Durch die Einstein-Stiftung erhält das Berlin-Brandenburg Centrum für Regenerative Therapien der Charité und seine angedockte Schule (BSRT) die Chance auf höhere Drittmittel und wird somit auch attraktiver für die besten Köpfe.

 

50 neue Professuren für die Digitale Zukunft

Auch das Einstein-Zentrum Digitale Zukunft wird sich mit Gesundheit befassen. Neben Digitaler Industrie, Dienstleistungen und Gesellschaft ist die Digitale Gesundheit ein zentrales Forschungsgebiet. Von den geplanten 50 neuen Berliner Professuren sollen mehrere an der Charité realisiert werden, darunter drei Professuren in Kooperation mit dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung/ Berlin Institute of Health (BIH).

BIH-Vorstand Prof. Erwin Böttinger ist sich sicher, „dass die Digitalisierung in der Medizin mit dem neuen Einstein Zentrum einen gewaltigen Sprung nach vorne machen wird.“  „Die Gründung des Zentrums passt hervorragend zu unserer Forschungsplattform Digitale Medizin, mit der wir eine integrierte Dateninfrastruktur von Gesundheits- und Forschungsdaten aufbauen“, freut sich Böttinger. Zentrale Arbeitsbereiche seien hierbei unter anderem Datenschutzrechte, digitale Lösungen für Patienteninteraktion und -beteiligung, mobile Anwendungen und Gesundheitsapplikationen. „Dadurch werden bislang beispiellose integrative Methoden und Big-Data-Ansätze auf internationalem Niveau ermöglicht.“

An dem Zentrum sind alle Berliner Universitäten, die Charité sowie zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Hochschulen beteiligt. Die Technische Universität Berlin (TU) hat die Sprecherfunktion inne.

Einstein-Stiftung fördert Spitzenforschung

Die Einstein Stiftung Berlin wurde 2009 vom Land Berlin gegründet. Zweck der Stiftung ist es, Wissenschaft und Forschung in Berlin auf internationalem Spitzenniveau zu fördern und das Land dauerhaft als attraktiven Wissenschaftsstandort zu etablieren. Dazu gehört unter anderem die Förderung von Professuren. Die Leiterin der Kinderonkologie der Charité, Prof. Angelika Eggert, hat zum Beispiel eine Einstein-Professur.

Autor: ham
Hauptkategorien: Berlin , Gesundheitspolitik , Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Berliner Institut für Gesundheitsforschung , Charité
 

Weitere Nachrichten zum Thema Spitzenforschung

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
 
. Weitere Nachrichten
Die Überlebenschancen eines Frühgeborenen hängen stark davon ob, in welcher Klinik es in den ersten Lebenswochen versorgt wird. Diese und andere besorgniserregende Defizite des Gesundheitssystems zeigt der Qualitätsmonitor 2019 auf. Am Donnerstag wurde die Publikation in Berlin vorgestellt.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.