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Beginn von Menstruation und Wechseljahren beeinflusst Demenz-Risiko

Montag, 1. April 2019 – Autor:
Frauen, bei denen die Menstruation spät beginnt und die Wechseljahre früh einsetzen, haben ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken. Das zeigt zumindest eine US-Studie.
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Ein früher Beginn der Wechseljahre kann mit einem erhöhten Demenz-Risiko verbunden sein – Foto: ©Rido - stock.adobe.com

Frauen, bei denen die Menstruation spät beginnt und die Wechseljahre früh einsetzen, haben möglicherweise ein höheres Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Das zeigt eine US-Studie, die im Fachmagazin Neurology erschien. Dafür wurden die Gesundheitsdaten von 6.137 Frauen ausgewertet.

Frauen erkranken häufiger an Alzheimer als Männer - die Forscher waren nun auf der Suche nach speziellen Risiko-Faktoren beziehungsweise möglichen Präventionsmaßnahmen. Dabei scheint der Östrogenspiegel eine große Rolle zu spielen. Die Sexualhormone werden während der Fortpflanzungszeit von den Eierstöcken ausgeschieden.

Anzahl der fruchtbaren Jahre wurde berechnet

Anhand von Fragebögen und medizinischen Untersuchungen war festzustellen, wann die Probandinnen ihre erste Regelblutung hatten, wann sie in den Wechseljahre kamen, und ob sie einer Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) unterzogen wurden. Die Forscher berechneten danach für jede Teilnehmerin die Anzahl der reproduktiven beziehungsweise fruchtbaren Jahre.

Das Durchschnittsalter bei der ersten Periode betrug 13 Jahre, das Durchschnittsalter beim Eintritt der Wechseljahre lag bei 45 Jahren, und die durchschnittliche Gesamtzahl der reproduktiven Jahre betrug 32 Jahre. 34 Prozent der Frauen gaben eine Gebärmutterentfernung an.

 

Von allen Frauen entwickelten 42 Prozent später eine Demenz

Betrachtet man nur Frauen, die keine Hysterektomie hatten, betrug das Durchschnittsalter der Menopause 47 Jahre und die durchschnittliche Gesamtzahl der reproduktiven Jahre 34 Jahre.

Von allen Teilnehmerinnen entwickelten 42 Prozent später eine Demenz. Die Forscher fanden heraus, dass Frauen, die ihren ersten Menstruationszyklus im Alter von 16 Jahren oder älter hatten, ein um 23 Prozent höheres Demenzrisiko hatten als Frauen, die ihren ersten Menstruationszyklus im Alter von 13 Jahren hatten. Frauen, die vor dem 47. Lebensjahr eine natürliche Menopause hatten, hatten ein um 19 Prozent höheres Demenzrisiko als Frauen, die im Alter von 47 Jahren oder älter die Menopause durchgemacht hatten.

Beginn von Menstruation und Wechseljahren beeinflusst Demenz-Risiko

Die Zeitspanne zwischen Menstruation und Wechseljahren beeinflusste also das Demenz-Risiko. Betrachtet man die gesamten reproduktiven Jahre, hatten Frauen, bei denen diese weniger als 34 Jahre betrugen, ein um 20 Prozent höheres Demenzrisiko als Frauen, die 34 oder mehr reproduktive Jahre hatten. Frauen, die Hysterektomien hatten, hatten ein um 8 Prozent höheres Demenzrisiko als jene, die keine hatte. Anderere Einflussfaktoren, die das Demenzrisiko beeinflussen könnten, wie Rauchen, Diabetes und Bluthochdruck, wurden herausgerechnet.

"Der Östrogenspiegel kann während des gesamten Lebens einer Frau auf und ab gehen", sagte Studienautorin Paola Gilsanz, von der Forschungsabteilung der Gesundheitsunternehmens Kaiser Permanente (Oakland). "Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine geringere Exposition gegenüber Östrogen im Laufe des Lebens mit einem erhöhten Demenzrisiko verbunden ist." Der Östrogenspiegel wird auch durch Schwangerschaften, eine Hormonersatztherapie oder die Pille beeinflusst - inwieweit diese Faktoren Auswirkungen auf das Demenz-Risiko haben, müssten weitere Studien untersuchen.

Foto: Rido/fotolia.com

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