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Ausdauersport hält Zellalterung auf

Montag, 3. Dezember 2018 – Autor:
Ausdauersport wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen verlangsamt nachweislich den Alterungsprozess von Zellen. Kraftsport ist in dieser Hinsicht dagegen nutzlos, wie Forscher vom Universitätsklinikum Leipzig jetzt berichten.
Ausdauersportart, Zellalterung

Laufen ist gut für die Zellen. Andere Ausdauersportarten halten ebenfalls die Zellalterung auf und die Telomere aktiv

Wieder mal bestätigt eine Studie den positiven Effekt von Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen auf die Gesundheit. Diesmal kommt sie vom Universitätsklinikum Leipzig. In der klinisch-experimentellen Studie hatten Kardiologen um Prof. Ulrichs Laufs die molekularen und zellulären Wirkungen von körperlicher Aktivität untersucht. Verglichen wurden die beiden  Ausdauerportarten aerobes Training und hochintensives Intervalltraining mit einem Krafttraining und deren jeweiligen Effekte auf die Zellalterung. Es ist die erste Studie zu diesem speziellen Thema.

Blutproben belegen den Effekt

An der Studie nahmen 266 im Schnitt 50-jährige gesunde Probanden teil, die bisher keinen Sport getrieben hatten. Die Probanden mussten ein genau dosiertes, kontrolliertes und überwachtes Training über sechs Monate, jeweils drei mal 45 Minuten pro Woche absolvieren. Vor und nach der Studie erfolgten Belastungstests und Blutentnahmen zur Isolation von Zellen aus dem Blut.

„Wir konnten anhand von Blutzellen belegen, dass beide Ausdauertrainingsarten wichtige Regulatoren der Zellalterung, und zwar die Telomeraseaktivität und die Telomerlänge, günstig beeinflussten“, erläutert Studienleiter Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig, den Befund. „Bei Krafttraining hingegen war dies nicht der Fall.“

 

Telemore aktiver und länger

Die Aktivität und Länge sogenannter Telomere gelten als wichtige Indikatoren für den Alterungsprozess der Zellen und deren Regenerationsfähigkeit. Sie haben Auswirkungen auf ein gesundes Altern insgesamt. Entsprechend zeigten die Forscher auch mögliche Mechanismen dieser Effekte auf die Regulation gefäßschützender Substanzen wie etwa Stickstoffmonoxid.

Krafttraining kein Ersatz, aber eine Ergänzung

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass durch gezieltes Training ein eindeutiger positiver Vorsorge-Effekt erzielt werden kann“, berichtet Laufs. Insbesondere die kardiovaskuläre Zellalterung könne günstig durch Ausdauersport beeinflusst werden. Laufs: „Unseren Patienten können wir also künftig auf der Basis dieser Ergebnisse mit Blick auf die Herzgesundheit klar raten: Krafttraining kann eine Ergänzung zum Ausdauertraining sein, aber kein Ersatz.“

Die Studienergebnisse wurden jetzt im European Heart Journal publiziert. Die Studie heißt „Differential effects of endurance, interval, and resistance training on telomerase activity and telomere length in a randomized, controlled study.“

foto: pixabay

Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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