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Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung gefordert

Unter dem Motto „Am Ende zählt der Mensch. Hospiz- und Palliativversorgung. Für alle. Überall.“ nutzte der DHPV den Welthospiztag am 10. Oktober, um gemeinsam mit zahlreichen Hospiz- und Palliativeinrichtungen und -diensten auf die Belange schwerstkranker
Hospize stärken, Sterbende begleiten

Am Lebensende nicht allein: Hospize begleiten beim Sterben

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) fordert den weiteren Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung. „Ziel muss es sein, allen Betroffenen einen direkten Zugang zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland zu ermöglichen“, so Professor Dr. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV.

Der DHPV sieht in diesem Zusammenhang beim geplanten Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) im Detail noch Nachbesserungsbedarf. Vor allem die Finanzierung der ambulanten Hospizarbeit und die allgemeine Palliativversorgung im Krankenhaus und in stationären Pflegeeinrichtungen muss nach Meinung des DHPV noch besser geregelt werden. Ohne ergänzende Regelungen, durch die der Zugang zur spezialisierten Palliativversorgung im Krankenhaus gewährleistet und darüber hinaus ermöglicht werde, die allgemeine Palliativversorgung in den Krankenhäusern systematisch zu entwickeln, bleibe für einen großen Teil der in Deutschland Versterbenden der Zugang zur Palliativversorgung in hohem Maße unbefriedigend.

Verlässliche Finanzierung für ambulante Hospizdienste gefordert

Zur Finanzierung ambulanter Hospizdienste fordert der DHPV einen von den Personalkosten unabhängigen Zuschuss zu Sach- und Verwaltungskosten. Andernfalls seien die Sach- und Verwaltungskosten wie zum Beispiel Miete und Fahrtkosten für Ehrenamtliche für die Dienste nicht planbar und würden keine verlässliche zusätzliche Entlastung darstellen. Vielmehr müssten diese Mittel sonst auch weiterhin durch aufwendige Akquise eingeworben werden, ein Zeitaufwand, der zu Lasten der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen gehe.

 

Neues Informationsangebot zu Hospizen

„Trotzdem flankiert dieses Gesetz die andauernde Diskussion um die gesetzliche Neuregelung der Beihilfe zum Suizid sinnvoll“, so die Meinung des Verbandes. Parallel zu einem weiteren Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung hält der Verband vor allem eine umfassende Information aller Menschen über die Angebote der Hospiz- und Palliativarbeit für notwendig. Anlässlich des Welthospiztages hat der DHPV einen animierten Erklärfilm realisiert, der einen Überblick über hospizliche und palliative Angebote gibt, die Akteure der Hospizarbeit vorstellt und einlädt, sich bei Bedarf vertrauensvoll an die Hospiz- und Palliativeinrichtungen in der Nähe zu wenden.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband vertritt als Dachverband der überregionalen Verbände und Organisationen der Hospiz- und über 1000 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich mehr als 100.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.

Foto: mickyso - fotolia.com

Autor: Angela Mißlbeck
Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
 

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