. Selbsthilfefreundliche Kliniken

Aufwind für die Selbsthilfe

Die DRK Kliniken Berlin haben Selbsthilfeorganisationen breite Unterstützung zugesagt und hierzu einen entsprechenden Kooperationsvertrag mit der Berliner Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle "SEKIS" unterzeichnet. Als "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus in Berlin" will der gemeinnützige Klinikverbund Infrastruktur und Ressourcen zur Verfügung stellen.
Aufwind für die Selbsthilfe

Handelseinig: Stötzner, Eden, Stähler (v. li. n. re.)

Der Kooperationsvertrag sieht beispielsweise vor, dass Selbsthilfeorganisationen in den Räumen der DRK Kliniken Informationsmaterial für Patienten auslegen oder Räume für eigene Informationsveranstaltungen nutzen können. Weiter soll das Klinikpersonal künftig Patienten sowie deren Angehörige regelmässig über die Möglichkeiten zur Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe informieren. Und zwischen den Selbsthilfegruppen und den Klinikmitarbeitern wird vereinbarungsgemäss ein regelmässiger Erfahrungsaustausch stattfinden, ebenso sollen die Mitglieder der Selbsthilfegruppen in die Fort- und Weiterbildungen der Klinikmitarbeiter einbezogen werden. Die DRK Kliniken Berlin werden zudem einen oder eine Selbsthilfebeauftragte/n benennen.

Im Gegenzug verpflichten sich SEKIS und die Selbsthilfe Kontaktstellen - entsprechend dem Konzept "Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen", eine Kontaktperson für die Zusammenarbeit mit dem Klinikerbund zu benennen sowie den Kliniken regelmässig Informationen über die Selbsthilfe zur Verfügung zu stellen. Die Kooperationspartner haben zudem vereinbart, mindestens einmal jährlich die bisherige Zusammenarbeit auszuwerten.

"Die DRK Kliniken Berlin leisten mit diesem Kooperationsvertrag einen wichtigen  Beitrag zur Vernetzung von Experten der Medizin und ‚Experten in eigener Sache'. Mit dieser Zusammenarbeit kann auch die wichtige Schnittstelle der Entlassung von Patienten aus dem Krankenhaus durch die Einbindung der informellen Hilfenetze der Selbsthilfe verbessert werden", sagte Karin Stötzner, Leiterin von SEKIS bei der Vertragsunterzeichnung am 17. November.

Der Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin Ralf Stähler meinte, durch die direkte Kommunikation von Experten und Betroffenen in der Selbsthilfe werde die gesundheitliche Versorgung der Patienten sinnvoll ergänzt. "Die Unterstützung von Selbsthilfegruppen auf medizinisch und pflegerisch qualitativ hohem Niveau zu begleiten und zu unterstützen ist das Ziel der Zusammenarbeit der DRK Kliniken Berlin mit den Berliner Selbsthilfe-Kontaktstellen", so Stähler.

An dem Projekt "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus in Berlin" beteiligten sich bisher 21 Kliniken. Das Vorhaben findet mit Unterstützung des BKK Landesverbandes Mitte statt.

 

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