. Asthma-Overlap-Syndrom

Asthmapatienten haben erhöhtes Risiko für COPD

Das Risiko für Asthmapatienten, im Laufe ihrer Erkrankung auch eine COPD zu entwickeln, ist hoch. Man spricht dann auch vom Asthma-Overlap-Syndrom (ACOS). Die Wahrscheinlichkeit dafür kann aber gesenkt werden, wenn bestimmte Lebensstilfaktoren beachtet werden.
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Asthma und COPD haben viele Ähnlichkeiten

Asthma und die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) haben viele Ähnlichkeiten, obwohl es sich um verschiedene Erkrankungen handelt. Zudem haben Asthmapatienten ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihrer Erkrankung eine COPD zu entwickeln. Wenn das passiert, spricht man häufig auch von einem Asthma-COPD-Overlap-Syndrom (ACOS). Wie häufig das vorkommt, haben kanadische Wissenschaftler untersucht. Bei ihrer Analyse der Daten von über 4000 Asthmapatientinnen stellten sie fest, dass mehr als 40 Prozent der betroffenen Frauen auch eine COPD entwickeln können. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachblatt der Amerikanischen Thoraxgesellschaft.

Asthma-Overlap-Syndrom nicht leicht zu diagnostizieren

Eine eindeutige Definition für das Asthma-Overlap-Syndrom gibt es nicht, und auch die Mechanismen dahinter sind bisher noch nicht vollständig geklärt. Allgemein wird das ACOS beschrieben als eine Lungenerkrankung, die mit einer andauernden Verengung der Atemwege (Atemwegsobstruktion) einhergeht. Menschen mit ACOS weisen sowohl Merkmale einer COPD als auch Symptome von Asthma bronchiale auf.

Die kanadischen Forscher versuchten nun herauszufinden, welche Risikofaktoren dazu beitragen, dass Asthmapatientinnen eine COPD entwickeln. Als wichtigste Faktoren identifizierten sie das Rauchen und starkes Übergewicht. Auch eine ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel können eine Rolle spielen. Interessanterweise fanden die Forscher auch einen Zusammenhang zwischen dem COPD-Risiko und einem geringen Bildungsniveau sowie Arbeitslosigkeit.

Symptome für ACOS

Nach Angaben des GINA/GOLD-Positionspapiers sind unter anderem folgende Symptome und Faktoren typisch für das ACOS:

  • Betroffene sind meist älter als 40 Jahre. Nur bei wenigen treten die Symptome bereits in der Kindheit oder dem frühen Erwachsenenalter auf.
  • Rauchen, das Vorhandensein von Allergien sowie eine familiäre Häufung erhöhen die Wahrscheinlichkeit für ein ACOS.
  • Anhaltende Symptome, wie zum Beispiel Atemnot unter Belastung, können für ein ACOS sprechen.
  • Die Verengung der Atemwege kann durch Medikamente zwar verbessert, aber nicht vollständig rückgängig gemacht werden.
  • Die Krankheit schreitet meist voran, und die Betroffenen brauchen entsprechend mehr Medikamente.
  • Menschen mit ACOS haben öfter akute Verschlechterungen (Exazerbationen) als Menschen, die nur unter COPD oder Asthma leiden.
  • Ebenfalls für das Asthma-Overlap-Syndrom spricht eine Entzündung der Atemwege durch bestimmte weiße Blutkörperchen (eosinophile und/oder neutrophile Granulozyten), die unter anderem im Auswurf nachweisbar sind.

Hat sich das ACOS bereits etabliert, können unter anderem medikamentöse Therapien helfen. Dabei spielen inhalative Kortikosteroide (ICS) die größte Rolle. Auch langwirksame Beta-2-Sympathomimetika (LABA) und/oder langswirksame Anticholinergika (LAMA) können für die Behandlung des Asthma-Overlap-Syndroms eingesetzt werden. Ebenfalls empfohlen werden Impfungen gegen Lungeninfekte.

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Autor: anvo
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