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Asthma bei Kindern: Frühe Diagnose wichtig

Asthma wird bei Kindern häufig erst spät erkannt. Dabei ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung wichtig, um Langzeitschäden an der Lunge und Störungen in der allgemeinen Entwicklung der Kinder zu verhindern.
Asthma bei Kindern oft erst spät entdeckt

Etwa zehn Prozent aller Kindern leiden unter Asthma.

Ungefähr jedes vierte Kind leidet zeitweise an asthmaähnlichen Beschwerden und bei etwa zehn Prozent aller Kinder entwickelt sich tatsächlich ein Asthma bronchiale. Daher ist es besonders problematisch, dass Asthma bei Kindern oft erst spät erkannt wird. Experten forderten auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP) daher, der Erkrankung mehr Aufmerksamkeit zu schenken und Warnzeichen ernst zu nehmen. „Wenn ein Kind mehr als drei Mal im Jahr unter einem langwierigen Infekt leidet und dabei viel hustet, sollte das ein Anlass sein, nach der Ursache zu suchen“, erklärte Tagungspräsident Professor Christian Vogelberg, Leiter des Bereiches pädiatrische Pneumologie und Allergologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden.

Asthma in der Kindheit kann zu Spätfolgen führen

Eine frühe Diagnose ist bei Asthma besonders wichtig, da sich die Erkrankung unbehandelt verschlechtert und Komplikationen und Spätfolgen, wie etwa Wachstumsverzögerungen, drohen. Und nur in ungefähr 40 Prozent der Fälle verschwindet das Asthma beim Heranwachsen von selbst. Es ist daher besonders bedeutsam, Asthma frühzeitig zu behandeln, auch wenn die Erkrankung bisher nicht heilbar ist.

Dass Asthma bronchiale bei Kindern oft übersehen wird, liegt unter anderem daran, dass es bei ihnen schwerer zu untersuchen ist und dass kleine Kinder häufig auch andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen haben. Einige Testmethoden zur Diagnose von Asthma eignen sich auch erst für Kinder ab einem Alter von vier bis fünf Jahren. Es gibt aber auch Kliniken, die sich auf Lungenerkankungen von Kindern und Säuglingen spezialisiert haben. Darauf macht auch Vogelberg aufmerksam. Moderne Analyseverfahren könnten bereits bei Säuglingen feinste Veränderungen der Lungenfunktion anzeigen. Er appellierte dafür, im Verdachtsfall nicht bis zum Grundschulalter mit detaillierten Untersuchungen der Lungenfunktion zu warten.

 

Warnzeichen für Asthma ernst nehmen

Asthma bronchiale ist bei Kindern die häufigste chronische Erkrankung. Oft geht ihr eine chronische Entzündung voraus, die zur Verengung der Atemwege führt. Auslöser dafür können zum Beispiel andere Allergien sein. So zeigt ein Großteil der Kinder und Jugendlichen, die unter Asthma leiden, auch Allergien auf Hausstaubmilden, Tierhaare oder Pollen. Die überempfindlichen Bronchien verschleimen, schwellen zu und die Muskulatur der Bronchien verkrampft sich.

Hinweise auf Asthma bei Kindern können eine geringere körperliche Belastbarkeit und schnelle Atemnot sein. „Wenn Kinder bereits nach kurzer Zeit des Tobens Atemnot bekommen oder sich schnell von solchen Aktivitäten zurückziehen, könnte die chronische Atemwegserkrankung dahinterstecken“, so Vogelberg. Auch folgende Anzeichen können auf Asthma hinweisen: Pfeifendes Geräusch beim Atmen, erschwertes Ausatmen, Engegefühl in der Brust sowie anhaltender Husten, der vor allem nachts oder bei Anstrengung auftritt.

Foto: © Köpenicker/Fotolia.com

Hauptkategorie: Medizin
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