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29.09.2015

Aspirin schützt vor Darmkrebs

Die Einnahme von Aspirin beziehungsweise Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) kann das Darm-Krebs-Risiko senken. Das ist das Ergebnis einer dänischen Studie, die jetzt veröffentlicht wurde. Die Wirkstoffe müssen konsequent über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.
Wer regelmäßig Aspirin einnimmt, kann sich gegen Darmkrebs schützen

Aspirin und andere NSAR können Darmkrebs vorbeugen

Forscher nutzen für ihre Untersuchung Daten aus dem dänischen Krebsregister. Sie verglichen 10.280 Patienten, die zwischen 1994 und 2011 an Dickdarm-Krebs erkrankt waren mit einer Kontrollgruppe von 102.800 Probanden. Die Patienten waren zwischen 30 und 85 Jahre alt.

Fünf Jahre täglich Aspirin senkt Darmkrebs-Risiko

Wer über fünf Jahre oder mehr regelmäßig 75 bis 150 mg Aspirin schluckte, hatte ein um 27 Prozent verringertes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Wer fünf oder mehr Jahre regelmäßig andere NSAR (Ibuprofen, Diclofenac) einnahm, konnte das Risiko sogar um 30 bis 45 Prozent senken. Eine Teilgruppe dieser Schmerzmittel, so genannnte selektive COX-2-Hemmer, waren dabei am effektivsten. All diese Wirkstoffe gelten auch als entzündungshemmend. Entzündungen sollen wiederum an der Entstehung von Tumoren beteiligt sein.

Allerdings nahmen nur etwa 2 bis 3 Prozent der Probanden die Wirkstoffe kontinuierlich über den gesamten Zeitraum ein. Wer die Einnahme unterbrach, verlor den Schutz. Die Forscher wiesen zudem darauf hin, dass die Einnahme von ASS ein Risiko für Magenblutungen birgt.

 

US-Behörde empfiehlt vorbeugend Aspirin

Auch die US Preventive Service Task Force empfiehlt einem bestimmten Personenkreis neuerdings ASS zur Vorbeugung: 50- bis 59-jährige könnten sich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs schützen, wenn sie täglich über zehn Jahre eine niedrige Dosis (75 bis 100 mg) Aspirin einnehmen.

Foto: Kadmy

 

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