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Arbeitgeber holen Pflegefachkräfte aus China

Um angesichts des rasanten demografischen Wandels dem sich verschärfenden Fachkräftemangel zu begegnen, will der Arbeitgeberverband Pflege in der Pflege Tätige zügig qualifizieren, aber auch Pflegefachkräfte im Ausland anwerben. Ein Pilotprojekt soll Chinesen in deutsche Altenheime bringen.

Qualifizierte Zuwanderung soll helfen, das Problem des Fachkräftemangels in der Pflege zu lösen

„Qualifizierte Zuwanderung ist nötig, um das Problem des Fachkräftemangels in der Pflege zu lösen“, so der Präsident des Arbeitgeberverbandes Pflege, Thomas Greiner. Ab Endes des Jahres sollen bereits die ersten von insgesamt 150 chinesischen Pflegefachkräften in Deutschland ihre Arbeit aufnehmen.

Dr. Helmut Braun, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Pflege, berichtete in Berlin über das Pilotprojekt, das „Dämme brechen soll, für eine wichtige Weichenstellung“. Die Anwerbung von Pflegefachkräften aus sogenannten Drittländern – also außerhalb der EU, sei perspektivisch nötig, weil in den meisten EU-Ländern nahezu identische demographische Entwicklungen die Fachkräfte knapp werden lassen.

Behörden hemmen Pilotprojekt mit chinesischen Fachkräften

Sprachprobleme haben sich bisher als eine der größeren Hürden für dieses Pilotprojekt erwiesen, so Braun: allerdings nicht Sprachprobleme bei den chinesischen Pflegefachkräften, sondern in deutschen Behörden. Bei den für die Anwerbung zuständigen Behörden sei häufig die englische Sprache ein Problem, abgesehen davon, dass nicht ausreichend Personal dort vorhanden sei.

Lange Bearbeitungszeiten von 7 Monaten in NRW oder etwa die Zuständigkeit eines einzelnen Beamten im Regierungspräsidium Stuttgart, der dort für alle Zuwanderungsanträge zuständig ist, von den Altenpflegern bis zu den Ingenieuren, die aus dem Ausland zu nicht eben kleinen Firmen wie Bosch, Mercedes oder Porsche kommen wollen, haben das Pilotprojekt torpediert.

 

Pflege: Wettbewerb um die besten Köpfe 

Dazu kommt: „Die derzeitige Altenpflegeausbildung in Deutschland ist international nicht kompatibel“, so Verbandsgeschäftsführer Braun. „Wenn dann die Anwerbungsstellen von Hochschulabsolventen mit 10 Jahren Berufserfahrung in der Pflege noch Praktika in deutschen Krankenhäusern fordern, wird es schwierig.“ Länder wie Frankreich und Belgien seien heilfroh über den deutschen Behördensumpf, zudem buhlen um die Pflegefachkräfte aus China auch Länder wie  die USA, Kanada und Neuseeeland.

Trotz aller Hürden der deutschen Behörden werden nun ab Jahresende 150 chinesische Pflegefachkräfte in Hamburg, Hessen und Baden-Württemberg arbeiten.

Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com

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Hauptkategorien: Demografischer Wandel , Pflege
 

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