Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Aphthen: Woher sie kommen und was dagegen hilft

Mittwoch, 24. Oktober 2018 – Autor: anvo
Aphthen, kleine Geschwüre in der Mundschleimhaut, sind ausgesprochen unangenehm. Gefährlich sind sie jedoch nicht. Für gewöhnlich bilden sie sich nach einer Weile von alleine zurück, aber mit verschiedenen Mitteln kann der Rückgang beschleunigt werden.
Aphthen, Aphten

Aphthen sind harmlos, können aber sehr stören

Die meisten Menschen kennen sie: Aphthen, kleine weißliche Geschwüre im Mund, die zwar harmlos sind, aber ausgesprochen lästig sein können. Auch Schmerzen können sie verursachen. Die Entzündungen können einzeln oder in Gruppen auftreten, ansteckend sind sie nicht. Doch wer dazu neigt, hat meist immer wieder mit den Geschwüren zu tun. Obwohl Aphthen fast immer nach einigen Tagen oder Wochen von selbst verschwinden, kann ihre Abheilung mit verschiedenen Maßnahmen beschleunigt werden.

Verschiedene Ursachen für Aphthen möglich

Die genaue Pathogenese von Aphthen lieg noch weitgehend im Dunkeln. Vermutlich spielen Bakterien und Viren bei der Entstehung eine Rolle. Aber auch ein geschwächtes Immunsystem und Stress können die Geschwüre fördern. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) treten Aphthen vermehrt im Frühjahr und Herbst im Zusammenhang mit Erkältungen auf.

Außerdem können Blutarmut, Folsäure-, Vitamin-B3- und Eisenmangel oder eine Störung der Vitamin-B12-Aufnahme das Auftreten von Aphthen begünstigen. Zudem können verschiedene Infektionen sowie schwere Darmentzündungen mit Aphten einhergehen. Auch eine erbliche Veranlagung scheint eine Rolle zu spielen.

Auch kleinere Verletzungen im Mund, beispielsweise durch bestimmte Nahrungsmittel, zu heftiges Zähneputzen, schlechtsitzende Zahnspangen oder Prothesen können Aphthen begünstigen. Manchmal entstehen sie auch, wenn man sich versehentlich auf die Innenseite der Wangen gebissen hat.

 

Behandlung nur in seltenen Fällen nötig

Behandelt werden müssen Aphthen in der Regel nicht. Dennoch kann man die Geschwüre symptomatisch behandeln, beispielsweise mit Lidocain, das die schmerzenden Stellen betäubt. Bei schwereren Fällen kann der Arzt Mundsprays oder Gele verschreiben, in seltenen Fällen auch kortisonhaltige Medikamente. Um die Wundheilung zu beschleunigen, können auch Kamillen- oder Salbeitees nützlich sein.

Auf saure, scharfe oder sehr heiße Lebensmittel sollte beim Vorhandensein von Aphthen besser verzichtet werden. Auch harte Speisen wie Knäckebrot oder Nüsse können die entzündeten Stellen reizen. Kühle und weiche Lebensmittel wie Joghurt hingegen lindern die Schmerzen und erleichtern die Heilung. Das wiederholte Berühren der Aphthen mit Zunge, Zähnen oder gar den Fingern sollte vermieden werden, weil sich die Stellen dadurch noch stärker entzünden können.

Foto: © Naeblys - Fotolia.com

Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Dermatologie
 

Weitere Nachrichten zum Thema Entzündungen im Mund

08.07.2018

Mundspülungen helfen bei der Beseitigung von Bakterien, die Zahnbelag verursachen. Dabei werden allerdings auch nützliche Mikroben vernichtet. Das kann Stoffwechselstörungen wie Diabetes begünstigen, wie eine Studie gezeigt hat.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Frauen erkranken deutlich häufiger an Osteoporose als Männer, vor allem im höheren Alter. Ein Hauptrisikofaktor ist das Geschlecht – aber das lässt sich nicht ändern. Deshalb ist es umso wichtiger, die Präventionsmöglichkeiten konsequent auszuschöpfen.


 
Kliniken
Interviews
Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin