Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
22.12.2016

Anschlag auf Weihnachtsmarkt: Zwölf Verletzte noch im Krankenhaus

Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz befinden sich aktuell noch zwölf Verletzte in Berliner Krankenhäusern. Einige davon sind in kritischem Zustand.
Die Tragödie an der Gedächtniskirche konnte nicht verhindert werden. Jetzt kümmern sich die Berliner Krankenhäuser um die Anschlagsopfer

Die Tragödie an der Gedächtniskirche konnte nicht verhindert werden. Jetzt kümmern sich die Berliner Krankenhäuser um die Anschlagsopfer

In Berliner Krankenhäusern werden derzeit noch zwölf Patienten behandelt, die beim Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz schwerste Verletzungen erlitten hatten. Einige davon sind noch in kritischem Zustand. Unterdessen konnten in den letzten Tagen immer mehr leichter Verletzte die Krankenhäuser verlassen. Zwölf Menschen kamen bei dem Anschlag ums Leben, darunter der polnische LKW-Fahrer, der vom Attentäter offenbar in der Fahrerkabine erschossen wurde. Mehrere Menschen werden noch vermisst, darunter eine Touristin aus Israel und eine junge Frau aus Italien.

Katastrophenalarm funktioniert

Die Berliner Krankenhäuser seien auf ein solches Großereignis gut vorbereitet gewesen, heißt es aus der Senatsverwaltung für Gesundheit und Pflege. „Das System hat funktioniert“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) am Mittwoch. Der Berliner Gesundheitssenat war kurz nach dem Ereignis am Montagabend zu einem Krisenstab zusammengekommen, um die Versorgung der Opfer in den Berliner Krankenhäusern zu koordinieren. Alle 39 Berliner Krankenhäuser mit Notaufnahmen wurden alarmiert und waren bereit, Verletzte aufzunehmen. „Die Berliner Kliniken haben bewiesen, dass sie einen Terroranschlag mit vielen Schwerstverletzten bewältigen können“, so Kolat. Der Berliner Krisendienst sei ebenfalls in erhöhte Bereitschaft versetzt worden.

 

Vier Patienten liegen im Virchow-Klinikum

Die Charité hatte intern den Katastrophenalarm ausgelöst, und über 30 Telefonleitungen zusätzliches Personal alarmiert. Es sollen aber auch viele freiwillig gekommen sein, um zu helfen. Insgesamt 13 Patienten hatte das Universitätsklinikum aufgenommen, davon acht Schwerverletzte, von den zwei später verstarben. In einer offiziellen Stellungnahme hatte die Charité am Dienstagvormittag den Opfern und Angehörigen ihr Mitgefühl ausgesprochen und erklärt: „Wir sind erschüttert über das unfassbare Ereignis.“

Gestern hatte Bundespräsident Joachim Gauck zusammen mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt Verletzte im Virchow-Klinikum besucht. Dort liegen aktuell noch vier schwerverletzte Anschlagsopfer. Laut Ärztlichem Direktor Professor Ulrich Frei haben die Patienten vor allem Verletzungen am Becken und der unteren Extremitäten erlitten. Neben ärztlicher benötigten die Patienten auch psychologische Hilfe.

Foto: © cineberg - Fotolia.com

Hauptkategorie: Berlin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Krankenhäuser , Charité
 

Weitere Nachrichten zum Thema Anschlag auf den Weihnachtsmarkt

18.08.2016

Die größte Angst der Deutschen ist derzeit die Angst vor Terroranschlägen. Wie man damit umgeht, warum die Mißtrauensschleife Ängste schürt, und wie man das Angstgedächtnis verhindert, erklärt die Berliner Notfallpsychologin Gabriele Bringer in einem Interview.

Aktuelle Nachrichten

Mehr zum Thema
Die größte Angst der Deutschen ist derzeit die Angst vor Terroranschlägen. Wie man damit umgeht, warum die Mißtrauensschleife Ängste schürt, und wie man das Angstgedächtnis verhindert, erklärt die Berliner Notfallpsychologin Gabriele Bringer in einem Interview.
 
Weitere Nachrichten


 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin