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Anschlag auf Weihnachtsmarkt: Zwölf Verletzte noch im Krankenhaus

Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz befinden sich aktuell noch zwölf Verletzte in Berliner Krankenhäusern. Einige davon sind in kritischem Zustand.
Die Tragödie an der Gedächtniskirche konnte nicht verhindert werden. Jetzt kümmern sich die Berliner Krankenhäuser um die Anschlagsopfer

Die Tragödie an der Gedächtniskirche konnte nicht verhindert werden. Jetzt kümmern sich die Berliner Krankenhäuser um die Anschlagsopfer

In Berliner Krankenhäusern werden derzeit noch zwölf Patienten behandelt, die beim Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz schwerste Verletzungen erlitten hatten. Einige davon sind noch in kritischem Zustand. Unterdessen konnten in den letzten Tagen immer mehr leichter Verletzte die Krankenhäuser verlassen. Zwölf Menschen kamen bei dem Anschlag ums Leben, darunter der polnische LKW-Fahrer, der vom Attentäter offenbar in der Fahrerkabine erschossen wurde. Mehrere Menschen werden noch vermisst, darunter eine Touristin aus Israel und eine junge Frau aus Italien.

Katastrophenalarm funktioniert

Die Berliner Krankenhäuser seien auf ein solches Großereignis gut vorbereitet gewesen, heißt es aus der Senatsverwaltung für Gesundheit und Pflege. „Das System hat funktioniert“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) am Mittwoch. Der Berliner Gesundheitssenat war kurz nach dem Ereignis am Montagabend zu einem Krisenstab zusammengekommen, um die Versorgung der Opfer in den Berliner Krankenhäusern zu koordinieren. Alle 39 Berliner Krankenhäuser mit Notaufnahmen wurden alarmiert und waren bereit, Verletzte aufzunehmen. „Die Berliner Kliniken haben bewiesen, dass sie einen Terroranschlag mit vielen Schwerstverletzten bewältigen können“, so Kolat. Der Berliner Krisendienst sei ebenfalls in erhöhte Bereitschaft versetzt worden.

 

Vier Patienten liegen im Virchow-Klinikum

Die Charité hatte intern den Katastrophenalarm ausgelöst, und über 30 Telefonleitungen zusätzliches Personal alarmiert. Es sollen aber auch viele freiwillig gekommen sein, um zu helfen. Insgesamt 13 Patienten hatte das Universitätsklinikum aufgenommen, davon acht Schwerverletzte, von den zwei später verstarben. In einer offiziellen Stellungnahme hatte die Charité am Dienstagvormittag den Opfern und Angehörigen ihr Mitgefühl ausgesprochen und erklärt: „Wir sind erschüttert über das unfassbare Ereignis.“

Gestern hatte Bundespräsident Joachim Gauck zusammen mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt Verletzte im Virchow-Klinikum besucht. Dort liegen aktuell noch vier schwerverletzte Anschlagsopfer. Laut Ärztlichem Direktor Professor Ulrich Frei haben die Patienten vor allem Verletzungen am Becken und der unteren Extremitäten erlitten. Neben ärztlicher benötigten die Patienten auch psychologische Hilfe.

Foto: © cineberg - Fotolia.com

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