Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
13.02.2012

Alzheimer-Beratung am Telefon

Was tun, wenn die Mutter den Vater nicht mehr erkennt? Immer mehr Menschen greifen zum Telefon. Allein das Beratungstelefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft nimmt im Jahr 6 000 Anfragen dieser Art entgegen.
Alzheimer-Beratung am Telefon

Dt. Alzheimer Gesellschaft

Heute leben in Deutschland etwa 1,2 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60 Prozent davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Es sind vor allem Angehörige, die telefonische Beratungsangebote zu dieser Erkrankung nutzen. Doch auch Professionelle, ehrenamtlich Tätige und Menschen, die Sorge haben an Demenz erkrankt zu sein, melden sich, berichtet Helga Schneider-Schelte, Leiterin des Alzheimer-Telefons der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Alzheimer-Telefon: Angebot wird oft genutzt

Seit das Alzheimer-Telefon im Januar 2002 an den Start ging haben die Beraterinnen mehr als 58.000 Anfragen beantwortet. "Wir gehen auf alle Fragen individuell ein und versuchen durch Informationen und Fachwissen Möglichkeiten und Alternativen für den nächsten Schritt aufzuzeigen", sagt Schelte. Manchmal fragten die Anrufer nur nach einer Broschüre. Viel häufiger gehe es jedoch um die belastende Situation zu Hause, darum dass Angehörige nicht wissen, wie sie mit schwierigen Verhaltensweisen umgehen sollen. Auch Fragen zur Diagnosestellung, zur Beantragung einer Pflegestufe oder zu rechtlichen und finanziellen liegen den Menschen am Herzen.

Bedeutung von Beratung bei Demenz nimmt zu

Am Telefon können die Berater auch an die 126 regionalen Alzheimer-Gesellschaften mit ihren Beratungsstellen vor Ort verweisen. Auch in Zukunft werden solche Beratungsangebote wichtig sein, denn jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 290.000 Menschen neu an einer Demenz. Nach Schätzungen der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft wird die Zahl der Demenzerkrankten bis 2050 auf 2,6 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Das Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ist von Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 15 Uhr zu erreichen unter 01803 -171017 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) sowie im Festnetz unter 030 - 259 37 95 14.

Weiter Informationen zum Beispiel auf www.deutsche-alzheimer.de

 
Hauptkategorie: Pflege
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Alzheimer , Demenz
 

Weitere Nachrichten zum Thema Alzheimer

10.10.2019

Wer Fragen rund um das Thema Alzheimer hat, selbst betroffen ist oder einen erkrankten Angehörigen pflegt, kann sich an das Alzheimer-Telefon wenden. Die Berater unterstützen die Ratsuchenden beim Umgang mit der Erkrankung, konkreten Fragen zur Behandlung und der Suche nach Unterstützungsangeboten.

Aktuelle Nachrichten

Mehr zum Thema
 
Weitere Nachrichten
Alkohol ist ein Zellgift, das offenbar auch Herzrhythmusstörungen auslösen kann. Eine aktuelle Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zeigt, dass sich selbst bei ansonsten gesunden Menschen das Risiko für Vorhofflimmern signifikant erhöht. Demnach haben schon kleine Mengen einen negativen Effekt.

Schwere Unfälle oder Tumor-Erkrankungen können das Gesicht massiv entstellen. Dank computerassistierter Techniken kann der langwierige und sehr belastende Zeitraum für die Wiederherstellung des Gesichts abgekürzt werden. Meist muss nur noch einmal operiert werden – auch weil Implantate mittels 3-D-Drucker schnell und patientenindividuell hergestellt werden können.

Weil Corona so oft asymptomatisch verläuft, kann über die Dunkelziffer nur spekuliert werden. Licht ins Dunkel bringt nun eine Studie Helmholtz Zentrums München. Danach waren in zweiten Corona-Welle waren drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert, als über PCR-Tests gemeldet.
 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin