Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Altersabhängige Makuladegeneration gehört zu den häufigsten Ursachen für Erblindung

Die Netzhauterkrankung AMD gehört zu den Erkrankungen, die am häufigsten zur Erblindung führen. Augenärzte raten deshalb zur regelmäßigen Vorsorge. Vor allem Menschen ab 50 Jahren sollten ihre Sehkraft einmal im Jahr beim Augenarzt überprüfen lassen.
Sehbindertentag, Altersabhängige Makuladegeneration, AMD

Ein regelmäßiger Check-up beim Augenarzt kann vor irreversiblen Augenschäden schützen

Schätzungen zufolge werden im Jahr 2030 5,5 Millionen Bundesbürger an der Netzhauterkrankung altersabhängige Makuladegeneration (AMD) leiden oder Frühsymptome zeigen. Darauf macht die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) anlässlich des Sehbehindertentags am 6. Juni 2018 aufmerksam. Schon heute ist die AMD für jede zweite Erblindung verantwortlich. Dabei kann die Erkrankung in vielen Fällen gut behandelt werden. Die DOG mahnt daher jeden ab 50 Jahren, sich einmal im Jahr vom Augenarzt untersuchen zu lassen.

Irreversible Schäden an der Netzhaut

Bei der AMD kommt es zu einem fortschreitenden Verlust der Sehschärfe. Unterschieden werden verschiedene Ausprägungen, unter anderem die trockene und die feuchte AMD. Letztere betrifft etwa 15 Prozent der AMD-Erkrankten, macht jedoch den Großteil aller Fälle mit starker Sehminderung durch altersabhängige Makuladegeneration aus.

Bei der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration wachsen Blutgefäße aus der Aderhaut unter die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens. Aus diesen undichten Gefäßen tritt Flüssigkeit aus. Die durch die feuchte AMD bedingten irreversiblen Veränderungen in der Netzhaut führen zu einer schnellen Verschlechterung der Sehfunktion. Erstes Anzeichen einer feuchten AMD ist oftmals ein verzerrtes Sehen. Im weiteren Verlauf fällt es Betroffenen immer schwerer, Gesichter oder Buchstaben zu erkennen. Seit etwa zehn Jahren kann feuchte Form der AMD mit Medikamenten behandelt werden. Wichtig ist es dafür jedoch, regelmäßig die Sehkraft beim Augenarzt überprüfen zu lassen.

 

AMD häufig zu spät entdeckt

Vergleicht man die Anzahl der Jahre, in denen Menschen mit einer chronischen Erkrankung leben müssen, hat die AMD eine größere Bedeutung für die Volksgesundheit als etwa die rheumatoide Arthritis, Parkinson oder Leukämie. „Wir erwarten, dass sich dieser Trend in Zukunft noch verstärken wird “, so Professor Horst Helbig, Pressesprecher der DOG. Aufgrund des demografischen Wandels werden nach Schätzung der Fachgesellschaft bis zum Jahr 2030 rund 50 Prozent mehr Augenarztpraxen benötigt, um den wachsenden Versorgungsbedarf abdecken zu können.

Rechtzeitig erkannt, gibt es für die AMD durchaus Behandlungsmöglichkeiten. „Das Problem ist, dass Patienten die Erkrankung oft erst dann bemerken, wenn bereits bleibende Schäden auf der Netzhaut entstanden sind“, erklärt Holz. Für den Augenarzt sind die Frühstadien der AMD aber sehr wohl erkennbar. Ab dem 50. Lebensjahr sollte deshalb jeder seine Augen einmal jährlich beim Augenarzt untersuchen lassen.

Foto: © Africa Studio - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorien: Demografischer Wandel , Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Augenkrankheiten , Alter
 

Weitere Nachrichten zum Thema Augenerkrankungen

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten

Noch nie haben sich in Deutschland so viele Menschen nach Zeckenbissen im Grünen mit Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) angesteckt wie 2020 – und Experten befürchten eine weiter steigende Tendenz. Neu ist: Die nur durch Zecken übertragene und im schlimmsten Fall tödliche Form der Hirnhautentzündung wandert Richtung Norden – und tritt in der Natur verstärkt in größeren Höhen auf.

Der Corona-Lockdown bremst uns bei sportlichen Aktivitäten aus und verändert unsere Ernährungsgewohnheiten. Das zeigt eine Umfrage unter Studenten in Bayern. Fast jeder Dritte aß mehr als in der Vor-Corona-Zeit – und viele aßen mehr „Ungesundes“. Die Zahl der Schritte, die man pro Tag geht, sank um eine Zahl in vierstelliger Größe.
 
Kliniken
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin